Reportage
Nach Terroranschlag: Zeitung fordert Lkw-Verbot
Nach dem Terroranschlag mit einem Lkw in Stockholm fordert die schwedische Zeitung Aftonbladet, Autos aus den Stadtzentren zu entfernen. Denn diese seien zu tödlichen Waffen geworden.

Nach dem Terroranschlag am Freitag in Stockholm fordert die schwedische Zeitung Aftonbladet strengere Regulierungen für Kraftfahrzeuge. Ein abgelehnter Asylbewerber aus Usbekistan war mit einem gestohlenen Lkw in eine Fußgängerzone gerast und hatte dabei vier Menschen getötet.
„Autos sind zu tödlichen Waffen geworden“, schreibt Eva Franchell im Aftonbladet. Autos seien leicht zu stehlen und dann könne sie nichts stoppen. „In Nizza, Berlin, Jerusalem, London und Stockholm sind sie von Terroristen als wirksame Mordmaschinen eingesetzt worden, die viele Menschen töten wollen.“
Wenn die Menschen sich in Zukunft schützen wollten, dann müssten „Autos einfach von Plätzen und aus Stadtzentren entfernt werden“, schreibt Eva Franchell. Es sei unvernünftig, dass ein großer Lkw an einem Freitagnachmittag vor Ostern mitten in Stockholms beliebte Fußgängerzone gefahren werden könne.
„Politiker sind gut darin, sich selbst zu schützen, aber jetzt müssen sie auch den Bedürfnissen der Bürger nach Sicherheit folgen.“ In dem Artikel werden weder Schwedens offene Grenzen erwähnt noch der Dschihad, obwohl beide Phänomene in direkter Verbindung mit den von ihr genannten Terroranschlägen in Europa stehen.
Konkret fordert Eva Franchell zudem, dass in Stockholms Straßen Barrieren errichtet werden und dass der Verkehrsfluss stärker reguliert wird. „Die Autos beherrschen unsere Städte seit Jahrzehnten, jetzt brauchen die Menschen den Platz“, schreibt sie. Jetzt seien es die Autos, die reguliert werden müssten.


