Reportage
Vater von Terror-Opfer: Nie wieder Merkel!
Das dänische Fernsehen hat auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche den Eltern eines Terroropfers ein paar Fragen stellen dürfen. Der Vater sagt: „Dankeschön, Frau Merkel! Dich wähle ich mein ganzes Leben lang nicht mehr.“ Auch Sahra Wagenknecht gibt der Regierung eine Mitverantwortung.

Nach dem Terroranschlag vom 19. Dezember in Berlin haben die deutschen Medien bisher kaum Reaktionen von Angehörigen der Todesopfer oder von überlebenden Opfern gezeigt. Dabei sind die Journalisten bei anderen schlimmen Ereignissen schnell zur Stelle, um die emotionalen Reaktionen der Betroffenen einzufangen.
Doch in den ausländischen Medien findet man durchaus Reaktionen von Menschen, die direkt von dem Terror betroffenen sind. Das dänische Fernsehen, Danmarks Radio (DR), schickte einen Reporter zum wieder geöffneten Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, wo er auf ein älteres Paar trifft, dessen Kind bei dem Terroranschlag schwer verletzt worden ist.
Vater: „Dankeschön, Frau Merkel!“
„Dankeschön, Frau Merkel!“, sagt der Vater des Terroropfers. „Dich wähle ich mein ganzes Leben lang nicht mehr – und hoffentlich meine ganze Familie und Freunde auch.“
„Unser Sohn war hier“, sagt die Mutter. „Deswegen sind wir hier, um zu gucken, was passiert ist.“ Ihr Sohn sei schwer verletzt und liege im Koma, in einem Berliner Krankenhaus.
Der Sohn habe in Berlin gearbeitet. Er habe am nächsten Tag nach Hause nach Wiesbaden kommen wollen, wie sonst am Wochenende. Seine Koffer seien schon gepackt gewesen.
Auch Wagenknecht gibt Regierung Mitverantwortung
Die Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht (47) hat der Bundesregierung erneut vorgeworfen, eine Mitverantwortung für das Erstarken des „Islamischen Staats“ (IS) und anderer Terrorbanden zu tragen.
Seit 15 Jahren führe der Westen einen sogenannten „Krieg gegen den Terror“, zuerst in Afghanistan, dann auch im Irak, in Libyen und in Syrien. „Und die Bilanz all dieser Kriege ist, dass der islamistische Terrorismus nicht geschwächt, sondern massiv verstärkt wurde.“
Durch die Kriegsbeteiligung der Bundeswehr sei auch Deutschland inzwischen selbst zur Zielscheibe geworden, zitiert die Welt die Linken-Fraktionsvorsitzende. „Wir müssen diese Politik verändern.“


