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Reportage

Sicherheitsexperte Dan Smith gibt Berlin drei Ratschläge

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Der Sicherheitsexperte Dan Smith gibt Berlin drei Ratschläge gegen Kriminalität und Terror. (Screenshot: YouTube)
Der Sicherheitsexperte Dan Smith gibt Berlin drei Ratschläge gegen Kriminalität und Terror. (Screenshot: YouTube)

Der Sicherheitsexperte Dan Smith hat drei Vorschläge, wie Berlin sicherer werden könnte. Und er setzt dort an, wo er die Ursachen für Kriminalität und Terror sieht: Benachteiligte Gruppen fühlten sich ausgegrenzt und bräuchten mehr Geld.

Der Sicherheitsexperte Dan Smith gibt Berlin drei Ratschläge gegen Kriminalität und Terror. (Screenshot: YouTube)
Der Sicherheitsexperte Dan Smith gibt Berlin drei Ratschläge gegen Kriminalität und Terror. (Screenshot: YouTube)

Kriminelle brechen in Berlin alle 45 Minuten in eine Wohnung ein. In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele Verbrechen auf 100.000 Einwohner wie hier. Mit der schwindenden Sicherheit in der Hauptstadt beschäftigt auch die Forschung. Dan Smith, Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri, hat drei Empfehlungen.

  1. Mehr Migranten im Polizeidienst

„Polizisten sind das tägliche Erscheinungsbild des Staates“, sagte der anerkannte Sicherheitsexperte der B.Z. Wichtig sei, dass jeder in der Stadt das Gefühl habe, dass die Beamten für einen da sind. Eine Streife zu Fuß sei daher besser als eine im Auto. „Die Polizei muss man auch mal nach dem Weg fragen dürfen.“

Die Berliner Fahrradstaffel mit aktuell 20 Beamten ist nach Ansicht von Dan Smith ein gutes Modell von Einsatzkräften auf Augenhöhe. Zudem müsse die Polizei die gesellschaftliche Mischung widerspiegeln. „Sie müssen aussehen wie die Menschen in den Stadtteilen, die gleichen Sprachen und Dialekte sprechen.“

  1. Die besten Lehrer sollen Migrantenkinder unterrichten

Schulen in den Problemkiezen mit einem hohen Anteil an Migranten sollte man finanziell und personell stärken, rät Dan Smith. „Natürlich wollen die meisten Lehrer lieber in Schulen in guter Nachbarschaft lehren.“ Deshalb müssten Anreize dafür geschaffen werden, „dass gute, engagierte Lehrer in den Problembezirken unterrichten wollen – und dort auch bleiben.“

„Viele Menschen in den sogenannten Problemkiezen fühlen sich ausgegrenzt“, sagt der 66-Jährige. Dort sei das Potenzial für Kriminalität und auch für Terror höher. Der Staat müsse in diesen Bezirken besonders viel Geld ausgeben. „Die gesellschaftlichen Gruppen müssen teilhaben am öffentlichen Leben, sie brauchen eine Stimme.“

  1. Mehr Steuergeld für Migranten

Und der Sicherheitsexperte Dan Smith warnt die „bessergestellten“ Menschen außerhalb der Problemkieze in aller Deutlichkeit, was ihnen geschehen wird, wenn sie nicht bereit sein sollten zu zahlen. „Sonst ist der Preis, den die Bessergestellten zahlen, dass Menschen aus den Randgruppen zurückschlagen.“

Wenn die Deutschen mehr Steuergeld in die Migrantenkieze stecken und die Schulen dort stärker fördern, dann müssen sie nach Ansicht von Dan Smith auch weniger für die Polizei und für den Sicherheitsapparat ausgeben. Und er ist sich sicher: „Davon profitieren am Ende alle.“

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Thomas Breithaupt

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