Neuköllner Moschee klagt gegen Verfassungsschutz

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Die Neuköllner Dar-Assalam-Moschee will juristisch durchsetzen, dass sie aus den Berliner Verfassungsschutzberichten der letzten Jahre gestrichen wird. Dort steht sie wegen ihrer Verbindungen zur Muslimbruderschaft.

Der Betreiberverein der Dar-Assalam-Moschee verklagt den Berliner Verfassungsschutz. (Screenshot: YouTube)
Der Betreiberverein der Dar-Assalam-Moschee verklagt den Berliner Verfassungsschutz. (Screenshot: YouTube)

Die Dar-Assalam-Moschee in der Flughafenstraße in Berlin-Neukölln ist so beliebt, dass mitunter auch der Bürgersteig zur Gebetsfläche umfunktioniert wird. Kürzlich war die Moschee in den Nachrichten, weil hier ein Gläubiger fünf Polizisten mit Bissen verletzt hatte.

Die Sicherheitsbehörden betrachten die Entwicklung der Moschee aber aus ganz anderen Gründen als Problem. Der Berliner Verfassungsschutz listet den Betreiberverein der Moschee, die Neuköllner Begegnungsstätte (NBS), weil dieser Verbindungen zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) unterhält.

Die IGD ist die wichtigste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in Deutschland und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Die in Ägypten entstandene Muslimbruderschaft will auch in Europa islamische Staaten errichten, allerdings nicht durch einen Krieg, sondern über den demokratischen Prozess.

Nach RBB-Recherchen ist die Neuköllner Begegnungsstätte finanziell in das Umfeld der IGD verstrickt. Demnach wurde der Kaufvertrag für das Grundstück in Neukölln im Jahr 2007 im Auftrag des Verbands Interkultureller Zentren (VIZ) von einer Frau aus Neuss abgeschlossen, die damals Vizepräsidentin der IGD war.

Die NBS mietete dann die 550.000 Euro teure Immobilie für eine Monatsmiete von nur 700 Euro. Vorsitzender beim Vermieter ist IGD-Präsident Samir Falah. Zudem soll die Moschee mithilfe einer Millionenspende aus Kuwait ausgebaut werden. Insgesamt soll der Umbau bis zu 2,2 Millionen Euro kosten. Davon soll der Verein selbst 500.000 Euro selbst aufbringen.

Neuköllner Dar-Assalam-Moschee klagt gegen Verfassungsschutz

Nun hat die NBS vor dem Verwaltungsgericht Klage gegen das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz eingereicht, berichtet die WELT. Der Moscheeverein verlangt, aus den Verfassungsschutzberichten der Jahre 2015 und 2016 gestrichen zu werden.

Die Neuköllner Begegnungsstätte hatte diesen Schritt schon vor Monaten angekündigt, weil sie sich als dialogbereite Gemeinschaft friedliebender Muslime betrachtet. Auch die Berliner Politik sieht das offenbar so.

Vor zwei Jahren verlieh der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem Imam für seine Dialogbereitschaft den Verdienstorden des Landes Berlin. Kurz danach war sogar Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) zu Gast in der Moschee, um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen.

Zudem hatte Michael Müller im März vor der Berliner Gedächtniskirche auf einer Kundgebung geredet, die von der NBS angemeldet worden war. Man gedachte gemeinsam der Terroropfer des muslimischen Attentats am Breitscheidplatz vom 19. Dezember 2016.

„Herr Müller verkennt die Strategie der Moscheen, die der Muslimbruderschaft nahestehen“, sagte damals der Islamexperte Ahmad Mansour. „Sie arbeiten seit Jahren daran, als Partner der Politik wahrgenommen zu werden. Müller erfüllt ihnen diesen Wunsch, wenn er mit ihnen am Ort des islamistischen Terrors für Frieden demonstriert.“

Der Auftritt von Michael Müller auf der NBS-Kundgebung brachte damals für Erol Özkaraca das Fass zum Überlaufen. Nach 23 Jahren trat der frühere Abgeordnete aus der SPD aus. Immer wieder hatte er die Toleranz seiner Partei gegenüber Islamisten kritisiert.

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53 KOMMENTARE

  1. der Islam gehört NICHT zu Deutschland! Dies ist eine christenfeindliche gefährliche Sekte! Lese Open Doors 🙁
    Wer nicht Christ werden möchte, sollte in seiner Heimat bleiben!
    Wir wollen in Deutschland in Sicherheit und Frieden leben!

  2. So weit ist es in diesem Land bereits, dank Merkel. Zu anderen Zeiten hätte man, allein auf Grund das gegen ein Organ des deutschen Staates Klage erhoben wird, das betroffene Objekt dicht gemacht!

  3. Bei der Wahl still und heimlich die Richtigen wählen…….dann geht das Geheul der Roten , Grünen und Bunten aber los !!!!!!!Ich hoffe bloß ,die Türken halten sich an das Gebot von Erdogan, keine SPD und CDU zu wählen.Dann klappt das schon .

  4. „Die IGD ist die wichtigste Organisation von Anhängern der Muslimbruderschaft in Deutschland und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Die in Ägypten entstandene Muslimbruderschaft will auch in Europa islamische Staaten errichten, allerdings nicht durch einen Krieg, sondern über den demokratischen Prozess.“- das ist der entscheidende Punkt!! Nur mal vergleichen wieviel Kinder der normale deutsche Bürger im Schnitt bekommt und wie viele die „Fachkräfte“ produzieren!! (Siehe schon 2010: Thilo Sarrazin- Deutschland schafft sich ab!!)

    • Und deshalb ist dieses Treiben eindeutig verfassunfsfeindlich und muss geahndet werden! Den ganzen Verein auflösen und beim geringsten Protest Ausweisungen durchsetzen!

  5. Als „Urdeutscher“ AFD-Anhänger solltest du, @Diakatos Panagiots, den Ball flach halten was die Sprachkünste angeht.
    Da ist es doch besser für dich in Thailand, da sind die Mädels wenigstens billig zu haben und sprechen muss man da nicht können, Hauptsache Geld haste genug dabei

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