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Reportage

Ursula von der Leyen erhält Unterstützung

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Wolfgang Hellmich für Umbenennung von Kasernen
Bei der Bundeswehr wird ein Wandel durchgesetzt. Dies zeigte kürzlich auch der Girl’s Day. (Screenshot: YouTube)

Der Vorsitzende im Verteidigungsausschuss, Wolfgang Hellmich, unterstützt den Vorstoß von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zur Umbenennung von Kasernen, deren Namen aus der Nazi-Zeit stammen.

Bei der Bundeswehr wird ein Wandel durchgesetzt. Dies zeigte kürzlich auch der Girl’s Day. (Screenshot: YouTube)
Bei der Bundeswehr wird ein Wandel durchgesetzt. Dies zeigte kürzlich auch der Girl’s Day. (Screenshot: YouTube)

Am Wochenende hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gesagt, dass sie nach Wehrmachtsoffizieren benannte Kasernen umbenennen lassen will. Die Bundeswehr müsse nach und nach außen klar signalisieren, dass sie nicht in der Tradition der Wehrmacht stehe.

Für diesen Vorstoß erhält die Ministerin nun Unterstützung vom Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD). „Benennungen nach Personen, die das nationalsozialistische Regime unterstützt haben, müssen geändert werden“, sagte er der Heilbronner Stimme. Und weiter:

Kasernen sind für die Regionen, in denen sie liegen, immer auch ein Wirtschaftsfaktor. Als gesellschaftliche Bezugspunkte erfüllen sie wesentlich mehr als nur militärische Aufgaben. Dieser lokale Faktor stärkt nachhaltig den Rückhalt der Bundeswehr in der Zivilgesellschaft vor Ort.

Dem sollte meines Erachtens auch die Namensgebung Rechnung tragen. Bereits heute zeigen Standorte, wie etwa die Westfalenkaserne in Ahlen oder die Glückauf-Kaserne in Unna, dass die Benennung nach Regionen und landschaftlichen Charakteristika sowohl bei den Soldatinnen und Soldaten, wie auch der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz genießt.

Daher halte ich es für sinnvoll, diese Methode der Namensgebung anzuwenden. Getreu dem Bild vom Staatsbürger in Uniform würde so ein traditioneller Bezug geschaffen, der über das rein Militärische hinausgeht.

Ähnlich äußerte sich auch in der Heilbronner Stimme Christine Buchholz, die verteidigungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag.

Immer noch sind 26 Kasernen der Bundeswehr nach Angehörigen der Wehrmacht benannt. Die Hälfte von ihnen hat nach Eingeständnis der Bundesregierung in keiner Weise etwas mit dem militärischen Widerstand gegen Hitler zu tun. Damit muss Schluss sein.

Es ist überfällig, dass Kasernen nicht mehr nach Wehrmachtsoffizieren benannt werden. Ankündigungen reichen aber nicht aus, sondern es muss zügig und entschieden gehandelt werden.

Es kann nicht angehen, dass weitere Jahre vergehen, bis das, was Frau Von der Leyen angekündigt hat, auch umgesetzt wird. Was wir brauchen, ist ein unverzüglicher und unzweideutiger Bruch mit der Wehrmachtstradition.

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