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Ursula von der Leyen will Kasernen umbenennen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Ursula von der Leyen will Kasernen umbenennen, die Namen von Wehrmachtsoffizieren tragen. (Screenshot: YouTube)
Ursula von der Leyen will Kasernen umbenennen, die Namen von Wehrmachtsoffizieren tragen. (Screenshot: YouTube)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will nach Wehrmachtsoffizieren benannte Kasernen umbenennen. Damit will sie ein Zeichen setzen, dass die Bundeswehr nicht in der Tradition der Wehrmacht steht.

Ursula von der Leyen will Kasernen umbenennen, die Namen von Wehrmachtsoffizieren tragen. (Screenshot: YouTube)
Ursula von der Leyen will Kasernen umbenennen, die Namen von Wehrmachtsoffizieren tragen. (Screenshot: YouTube)

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Kasernen, die Namen von Wehrmachtsoffizieren tragen, umbenennen lassen. „Ich finde, die Bundeswehr muss nach innen und außen klar signalisieren, dass sie nicht in der Tradition der Wehrmacht steht“, sagte sie der Bild am Sonntag.

Nach Ansicht der Ministerin sollte die Bundeswehr ihre eigene 60-jährige Geschichte selbstbewusst stärker in den Vordergrund stellen. „Warum nicht auch in Kasernennamen? Die Debatte wird jetzt im Lichte der aktuellen Ereignisse neu geführt werden.“

Nach dem Fall um den rechtsextremen und terrorverdächtigen Offizier Franco A. lässt Ursula von der Leyen derzeit alle Kasernen nach Wehrmachtsandenken wie Stahlhelmen oder Gewehren durchsuchen.

Außerdem will sie ein neues Programm „Innere Führung heute“ auflegen und den sogenannten Traditionserlass von 1982 überarbeiten lassen. Dieses Regelwerk ist seit mehr als 30 Jahren nicht mehr verändert worden. Es legt fest, wie die Bundeswehr mit ihren historischen Wurzeln umgehen soll.

„Wenn wir in den kommenden Monaten den 35 Jahre alten Traditionserlass modernisieren, müssen wir auch an das Thema Kasernennamen ran“, sagte die Ministerin. In einigen Fällen wolle die Bundeswehr schon länger neue Namen vergeben, sei aber vor Ort zum Teil auf harten Widerstand gestoßen.

Das offizielle Liederbuch der Bundeswehr hat Ursula von der Leyen bereits überarbeiten lassen. Mehrere Lieder, die „nicht mehr unserem Werteverständnis entsprechen“, wurden gestrichen und sollen künftig nicht mehr gesungen werden, darunter das Panzerlied und das Westerwaldlied.

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