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Diese Lieder sollen deutsche Soldaten nicht mehr singen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Diese Lieder sollen aus dem Liederbuch der Bundeswehr entfernt werden
Diese Lieder sollen aus dem Liederbuch der Bundeswehr entfernt werden

Das Verteidigungsministerium hat im offiziellen Liederbuch der Bundeswehr mehrere Lieder ausgemacht, die „nicht mehr unserem Werteverständnis entsprechen“, darunter das Panzerlied und das Westerwaldlied.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Ausgabe des Bundeswehr-Liederbuches „Kameraden singt!“ gestoppt. Denn man habe erkannte, dass Textpassagen einiger Lieder „nicht mehr unserem Werteverständnis entsprechen“, sagte ein Ministeriumssprecher.

Besonders in der Kritik stehen Lieder wie „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, das Panzerlied oder das Westerwaldlied. Diese seien in der Zeit des Nationalsozialismus missbraucht worden. Zudem fänden sich in dem Liederbuch der Bundeswehr Kompositionen und Texte von Nazis.

Das Streitkräfteamt sei beauftragt worden, jetzt eine völlig neue Form des Liederbuchs zu entwickeln. Gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland teilte das Bundesverteidigungsministerium mit:

Alle derzeitig im Liederbuch erfassten Lieder werden unter Einbindung des Zentrums für Innere Führung und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr erneut kritisch und auch sensibel betrachtet.

Bislang wurde das Singen der Lieder in der Bundeswehr ausdrücklich gefördert. So stellt die Bundeswehr jedem ihrer Soldaten auf Wunsch ein Liederbuch kostenlos zur Verfügung. Die Auflage des Liederbuches ist seit dem Jahr 1991 unverändert.

Im sogenannten Traditionserlass der Bundeswehr, in dem die Regeln zur Traditionspflege in der Truppe festgelegt werden, heißt es: „Das Singen in der Truppe ist ein alter Brauch, der bewahrt werden soll. Das Liedgut ist im Liederbuch der Bundeswehr zusammengestellt.“

Doch im Zuge des Skandals um Franco A. hat Ursula von der Leyen angekündigt, den Traditionserlass zu überarbeiten. Der Oberleutnant hatte sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und offenbar mit Komplizen einen rechts motivierten Anschlag geplant.

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