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Reportage

Wagenknecht/Lafontaine gegen offene Grenzen für alle

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine (hier während des letzten Bundestagswahlkampfs) sind gegen offene Grenzen für alle. (Screenshot: YouTube)
Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine (hier während des letzten Bundestagswahlkampfs) sind gegen offene Grenzen für alle. (Screenshot: YouTube)

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht kritisiert erneut die eigene Partei. Statt offene Grenzen für alle zu fordern, sollten sich Linke für ein Ende der Waffenexporte einsetzen. Ihr Ehemann Oskar Lafontaine sieht das ähnlich.

Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine (hier während des letzten Bundestagswahlkampfs) sind gegen offene Grenzen für alle. (Screenshot: YouTube)
Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine (hier während des letzten Bundestagswahlkampfs) sind gegen offene Grenzen für alle. (Screenshot: YouTube)

Die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, widerspricht der Forderung aus ihrer Partei nach einem eigenen Konzept für ein Einwanderungsgesetz, wie es unter anderem die Linken-Vorsitzende Katja Kipping verlangt.

„Ich finde, Linke sollten sich bemühen, seriöse Vorschläge zu machen“, sagte Sahra Wagenknecht der WELT. Seriös sei es, sich für ein Ende der Waffenexporte in Spannungsgebiete und ein Ende der Ausplünderung armer Länder einzusetzen.

Die im Linken-Programm festgehaltene Forderung nach „offenen Grenzen für alle Menschen“ hält ist nach Ansicht der Linken-Fraktionschefin eine „Zukunftsvision“ und „keine Forderung für die heutige Welt“.

Unterdessen drängt Sahra Wagenknechts Ehemann, der saarländische Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine, seine Partei zu einem Kurswechsel in Richtung Begrenzung der Zuwanderung. Er sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland:

Da eine Gesellschaft ebenso wie jeder einzelne Mensch nur in begrenztem Umfang helfen kann, kommt auch die Linke an einer Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung nicht vorbei.

Zwar ist die Aufnahme von politisch Verfolgten und von Kriegsflüchtlingen nach Ansicht von Oskar Lafontaine eine „moralische Verpflichtung“. Doch zugleich sagt er: „Ein Bleiberecht und 1.050 Euro für alle, die zu uns kommen, sind wirklichkeitsfremd.“

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