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Reportage

Terroristen nutzen Vergewaltigungen als Waffe

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Nach Ansicht führender Unionspolitiker nutzen der Islamische Staat und andere Terroristen Vergewaltigungen als Waffe. (Screenshot: YouTube)
Nach Ansicht führender Unionspolitiker nutzen der Islamische Staat und andere Terroristen Vergewaltigungen als Waffe. (Screenshot: YouTube)

Nach Ansicht führender Unions-Politiker nutzen Terroristen Vergewaltigungen als Waffe. Um dies zu verhindern, müssten die Frauen gleichberechtigt sein. „Die Männer müssen sich ändern“, sagte etwa CSU-Minister Gerd Müller.

Nach Ansicht führender Unionspolitiker nutzen der Islamische Staat und andere Terroristen Vergewaltigungen als Waffe. (Screenshot: YouTube)
Nach Ansicht führender Unionspolitiker nutzen der Islamische Staat und andere Terroristen Vergewaltigungen als Waffe. (Screenshot: YouTube)

Am Donnerstag hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat gemeinsam mit der Hilfsorganisation Hawar.help zu dem Kongress „Vergewaltigung ist eine Kriegswaffe“ geladen. Nach Ansicht aller Redner muss die sexualisierte Gewalt gestoppt werden.

Fraktionschef Volker Kauder etwa sprach laut einem Bericht der WELT von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. UN-Sonderbotschafterin Pramilla Patten sagte: „Stigma kills.“ Damit meinte sie, dass der vergewaltigte Mensch nicht nur körperlich verletzt wird, sondern auch psychisch.

Meist leiden die Opfer jahre- oder sogar jahrzehntelang unter Depressionen oder posttraumatischer Belastungsstörung. Zudem wird ihnen in vielen Gesellschaften auch noch die Schuld dafür gegeben wird, dass sie vergewaltigt worden sind.

Daher nutzen Terroristen Vergewaltigungen als Waffe, um ganze Gemeinschaften zu zerstören; etwa der Islamische Staat im Irak. Darüber sprach auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), der auf seinen Reisen viele Vergewaltigungsopfer getroffen hat.

Ein Jeside habe ihm erzählt, wie der IS ins Dorf kam. Die Männer wurden erschossen, die Frauen nahmen die Terroristen mit und verkauften sie als Sklavinnen. Für Jungfrauen nahmen sie 80 bis 100 Dollar.

Wer solchen Frauen in die Augen gesehen habe, vergesse das nie mehr, sagte Gerd Müller. Er forderte, dass Frauen eine tragende Rolle in der Gesellschaft spielen sollten. Diese Forderung haben die Vereinten Nationen sogar in ihre Entwicklungsziele für 2030 aufgenommen.

Wenn Frauen gleichberechtigt seien, würden sie auch im Krieg nicht plötzlich schutzlos, so der Minister weiter. Um das zu erreichen, müssten in vielen Teilen der Welt die Rollen neu bewertet werden. „Die Männer müssen sich ändern, der Status der Männer muss sich ändern.“

Dies wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem G-20-Gipfel kommende Woche in Hamburg vorantreiben, so Müller. Dort solle der „Women Entrepreneur Fund“ beschlossen werden, der unter Führung der Weltbank Mikrokredite an Unternehmerinnen in Entwicklungsländern vergibt.

Manche Experten behaupten, dass Kredite, die an Frauen vergeben werden, im Schnitt mehr Früchte tragen. Denn diese würden das Geld eher nachhaltig investieren und ihren Gemeinschaften mehr zurückgeben als Männer.

Doch nach Ansicht von Angela Merkel sind Frauen nicht nur in der Wirtschaft fähiger und wirksamer als Männer. Auch lösen sie angeblich Konflikte nicht so schnell mit Gewalt. Daher glaubt die Kanzlerin, dass gleichberechtigte Gesellschaften stabiler sind.

„Dass Frauen zur Zielscheibe von Verbrechen werden, nur weil sie Frauen sind, ist auch Ausdruck mangelnder Gleichberechtigung“, sagt sie.

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