Reportage
CDU/CSU stürzen in Wahlumfragen weiter ab
In der aktuellen Emnid-Umfrage liegen CDU/CSU nur noch bei 30 Prozent. Das sind fast drei Punkte weniger als bei der Bundestagswahl, und es ist ihr schlechtester Emnid-Wert seit Oktober 2011.

Mit zunehmender Dauer der Sondierungen über eine mögliche Jamaika-Koalition verlieren die Unionsparteien weiter an Zustimmung in der Bevölkerung, wie aus der am Samstag veröffentlichten Emnid-Umfrage hervorgeht
Demnach würden nur noch 30 Prozent der Wahlberechtigten CDU oder CSU wählen. Das ist ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche, und es der niedrigste Stand seit Oktober 2011. Die SPD hingegen kann einen Punkt zulegen.
Die AfD gewinnt im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls einen Punkt dazu. Mit 13 Prozent erreicht sie ihren besten Wert seit Dezember letzten Jahres. In den sechs Wochen nach der Bundestagswahl hatte sie in der Emnid-Umfrage bei 12 Prozent verharrt.
Bei den möglichen Jamaika-Partnern der Union ist das Bild gespalten. Während die FDP einen Punkt zur Vorwoche zulegen kann, verlieren die Grünen einen Punkt. Die Linke bleibt mit zehn Prozent unverändert zur Vorwoche.
- CDU/CSU 30 Prozent (-2,9 zur Bundestagswahl)
- SPD 22 Prozent (+1,5 zur Bundestagswahl)
- AfD 13 Prozent (+0,4 zur Bundestagswahl)
- FDP 11 Prozent (+0,3 zur Bundestagswahl)
- Die Linke 10 Prozent (+0,8 zur Bundestagswahl)
- Grüne 10 Prozent (+1,1 zur Bundestagswahl)
- Sonstige 4 Prozent (-1 zur Bundestagswahl)
Bei der Bundestagswahl hatten CDU/CSU mit nur 32,9 Prozent ihr schwächstes Ergebnis seit 1949 geholt. Auch in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest Dimap kommt die Union auf nur noch 30 Prozent. Das ist ihr schlechtester Wert seit Oktober 2006.


