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270.000 Syrer haben Anspruch auf Familiennachzug

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Syrer Anspruch auf Familiennachzug
Knapp 270.000 syrische Flüchtlinge haben derzeit einen Anspruch darauf, ihre Familien nach Deutschland zu holen.

Knapp 270.000 syrische Flüchtlinge haben derzeit einen Anspruch auf Familiennachzug. Der Nachzug ist jedoch bis März 2018 ausgesetzt, sodass die Angehörigen in Syrien sich wohl noch ein Jahr gedulden müssen.

Syrer Anspruch auf Familiennachzug
Knapp 270.000 syrische Flüchtlinge dürfen nach aktuellem Stand ihre Familien zu sich nach Deutschland holen.

Knapp 270.000 syrische Flüchtlinge haben derzeit einen Anspruch darauf, auch ihre Angehörigen nach Deutschland zu holen. Für sie findet die Aussetzung des Familiennachzugs für zwei Jahre nach dem Aufenthaltsgesetz keine Anwendung. Die berichtet BILD mit Bezug auf ein internes Papier der Bundesregierung, das die Folgen des Flüchtlingszuzugs auswertet.

Bis zum Herbst 2015 durften nur anerkannte Flüchtlinge ihre Familienangehörigen legal nach Deutschland holen. Für andere Ausländer hingegen war dies in den Jahren zuvor erschwert worden, weil mehr Zuwanderer über den Familiennachzug ins Land gekommen waren als über die Schutzsuche und über Arbeits- und Ausbildungsvisa.

Dann im Herbst 2015 führte die Bundesregierung den privilegierten Familiennachzug auch für subsidiär Schutzberechtigte ein. Diesen Schutztitel erhalten jene Migranten, die zwar keine Flüchtlinge sind, denen aber in ihrer Heimat ein „ernsthafter Schaden“ durch Folter, Todesstrafe oder Krieg droht. Ihre Aufenthaltserlaubnis gilt nur für ein Jahr.

Allerdings dürfen die Migranten mit subsidiärem Schutz ihre Familienangehörigen voraussichtlich erst nach der Bundestagswahl nach Deutschland holen. Denn erst im März 2018 endet die derzeitige Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte.

Die nachziehenden Familienangehörigen müssen selbst keine Asylanträge stellen und sind daher auch nicht in den entsprechenden Asylstatistiken enthalten. Die Zahl der Asylanträge erreichte laut Bundesamt für Migration im letzten Jahr einen Rekordstand von 745.545 Personen. Im Januar und Februar kamen weitere 37.074 Asylanträge hinzu.

Im März dieses Jahres hatte die SPD vorgeschlagen, dass die Anträge der syrischen Migranten mit subsidiärem Schutz schon jetzt bearbeitet werden, damit man den Familiennachzug dann ab März 2018 zügig und im großen Stil umsetzen kann. Allein im letzten Jahr erhielten 121.562 Syrer den subsidiären Schutz.

Im letzten Jahr erteilten deutsche Botschaften im Ausland rund 105.000 Visa für den Familiennachzug. Dies waren rund 50 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Allein für den Familiennachzug aus Syrien und dem Irak wurden letztes Jahr insgesamt rund 73.000 Visa erteilt.

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