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Reportage

Polnische Medien reagieren wütend auf Anschläge in Deutschland

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Angela Merkel Polnische Medien
Polnische Medien machen die Politik der offenen Grenzen von Angela Merkel für die Terrortaten der letzten Woche verantwortlich. (Screenshot: YouTube)

Nachdem ein Asylbewerber in Reutlingen eine schwangere Polin ermordet hat, sind viele polnische Medien wütend. Sie kritisieren die deutsche Flüchtlingspolitik und die deutschen Medien, welche die Gefahren verschweigen würden.

Angela Merkel Polnische Medien
Polnische Medien machen die Politik der offenen Grenzen von Angela Merkel für die Terrortaten der letzten Woche verantwortlich. (Screenshot: YouTube)

Am Sonntag hatte ein polizeibekannter syrischer Asylbewerber in Reutlingen (Baden-Württemberg) eine schwangere Polin mit einer Machete ermordet und weitere Menschen verletzt. In der Nacht darauf zündete ein weiterer syrischer Flüchtling in Ansbach (Bayern) eine Rucksachbombe. Bayerns Innenminister sprach von einem „echten islamischen Selbstmordanschlag“.

Die Medien in Polen sind wütend. Die deutschen Eliten hätten eine „islamische, mörderische Horde“ ins Land gelassen, übersetzt die Welt das polnische Nachrichtenportal wpolityce.pl. Die deutschen Medien und Sicherheitsdienste würden sich „verschiedene Dummheiten ausdenken, um die Katastrophe der Politik von Angela Merkel zu vertuschen“.

In Polen herrscht schon seit Längerem eine größere Vorsicht bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Und die aktuelle Regierung der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) will wegen Sicherheitsbedenken überhaupt keine Flüchtlinge mehr aus anderen EU-Ländern übernehmen. Durch die Ereignissen der letzten Tage in Deutschland sieht man sich Polen darin bestätigt.

Polnische Medien kritisieren deutsche Medien

Der Staatssender TVP bezeichnete in einem Nachrichtenbeitrag die deutschen Medien indirekt als Lügenpresse. „Es geht darum, Beweise zu verstecken, dass die Politik der offenen Tür von Angela Merkel gefährlich für Europa ist“, sagte der Sprecher.

In einem anderen Beitrag wird es so dargestellt, dass der Amoklauf von München in Wirklichkeit ein Terroranschlag war, die deutschen Medien würden dies aber vertuschen. Auch die Münchner Polizei wird kritisiert. Ihr Einsatz wurde in den Abendnachrichten als chaotisch dargestellt.

Ein Experte sagte, dass die Polizei „die Bürger sich selbst überlassen“ hat. Die Aufforderung der Behörden, keine Informationen über den Polizeieinsatz in den sozialen Medien zu teilen, sei ein Versuch, „die Ahnungslosigkeit der Polizei zu vertuschen“.

Politiker in Polen kritisieren deutsche Flüchtlingspolitik

Außenminister Witold Waszczykowski erwartet von den deutschen Politikern eine Erklärung, wie es zu den Anschlägen kommen konnte. „Uns wurde versichert, dass die Aufnahme so vieler Flüchtlinge in Europa keine Probleme verursacht. Jetzt stellt sich heraus, dass es doch Probleme gibt.“

Abgeordnete der Oppositionspartei Kukiz’15 haben gefordert, dass der Machetenmörder von Reutlingen nach Polen ausgeliefert wird. Seine Strafe für den Mord an einer schwangeren Polin dürfe er nicht in einem „deutschen Luxusgefängnis“ absitzen.

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Thomas Breithaupt

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