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Ungehorsame Frau verbrüht und erstochen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Am Landgericht Berlin wird gegen Mehmet P. wegen Mordes an seiner ungehorsamen Frau verhandelt. (Screenshot: YouTube)

Seine Frau setzte sich dafür ein, dass die gemeinsame Tochter keine Burka trägt. Zudem verließ sie ohne Erlaubnis das Haus. Dieser Ungehorsam machte Mehmet P. laut Anklage sehr wütend. Daher soll er sie ermordet haben.

Am Landgericht Berlin wird gegen Mehmet P. wegen Mordes an seiner ungehorsamen Frau verhandelt. (Screenshot: YouTube)
Am Landgericht Berlin wird gegen Mehmet P. wegen Mordes an seiner ungehorsamen Frau verhandelt. (Screenshot: YouTube)

Der Kurde Mehmet P. (44) aus der Osttürkei lebt seit Anfang der 90-er-Jahre in Deutschland. Im Jahr 1999 arrangierte seine Familie für ihn eine Hochzeit mit seiner zehn Jahre jüngeren, damals minderjährigen Cousine Yeter. Gemeinsam bekommen sie fünf Kinder, von denen das älteste heute 17 Jahre alt ist.

Doch irgendwann fing die Frau an, ihrem Mann nicht mehr zu gehorchen. Sie setzte sich etwa dafür ein, dass die gemeinsame Tochter (15) hierzulande keine Burka trägt. Und sie verließ auch ohne Begleitung die Wohnung in der Koloniestraße in Wedding, obwohl der Ehemann ihr das strikt verboten hatte.

Daher soll Mehmet P. sie am 5. Dezember letzten Jahres mit kochendem Wasser übergossen und dann 17 Mal mit dem Küchenmesser auf sie eingestochen haben. Am 15. Dezember kam er deshalb in Haft. Einen Tag später wurden seiner hirntoten Frau im Krankenhaus die Maschinen abgestellt.

Nun steht Mehmet P. als mutmaßlicher Mörder vor dem Berliner Landgericht. Beim Prozessauftakt saß der „Hänfling mit Halbglatze“ in einer schwarzen Adidas-Jacke auf der Anklagebank hinter Panzerglas, berichtet die B.Z. Er wird von zwei der teuersten Anwälte Berlins vertreten.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft betrachtete Mehmet P. seine Frau als sein Eigentum. Er soll ein eifriger Koran-Leser sein und der Ansicht sein, dass ein richtiger Mann seine Frau beherrschen muss. Ihre Auflehnung hat ihn laut Anklage „außer sich vor Wut“ und eifersüchtig. Er soll sie jahrelang unterdrückt und misshandelt haben.

Am 15. Dezember soll Mehmet P. seine Frau einfach liegen lassen haben: mit Kochwasser verbrüht und mit zwölf Messerstichen in Herz, Leber, Lunge und Magen sowie fünf im linken Arm. Bevor er ging, sagte er noch dem Nachbarn bescheid. Am nächsten Montag wird der Prozess fortgesetzt.

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