Maritim-Hotels verhängen Hausverbot für Björn Höcke

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Im April findet im Maritim Hotel Köln der Bundesparteitag der AfD statt. Um aber dennoch ein bisschen für „internationales und offenes Miteinander“ einzutreten, hat die Hotelkette Maritim dem AfD-Politiker Björn Höcke Hausverbot erteilt.

Maritim Hausverbot Björn Höcke
Schon jetzt sieht sich das Maritim Hotel Köln wegen des AfD-Bundesparteitags im April massiven Anfeindungen ausgesetzt. Mitarbeiter sollen sogar mit dem Tod bedroht worden sein. Um die Kritiker zu besänftigen, hat die Hotelkette nun zumindest Björn Höcke ein Hausverbot erteilt. (Screenshot: YouTube)

Zwar wollen die Maritim-Hotels der AfD auch weiterhin Tagungsräume für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Doch dem Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke hat die Maritim-Kette ein Hausverbot für alle ihre Hotels.

„Dies gilt auch für den Bundesparteitag im April im Maritim Hotel Köln“, zitiert das Handelsblatt aus einer Stellungnahme des Maritim-Geschäftsführer Gerd Prochaska vom Montag. Der Manager begründete die Entscheidung mit Björn Höckes Dresdner Rede.

Nach Ansicht von Maritim-Geschäftsführer Gerd Prochaska waren Höckes Äußerungen „absolut nicht vereinbar mit der deutschen Geschichte und unserer Auffassung eines internationalen und offenen Miteinanders“.

In der Rede am 17. Januar in Dresden hatte Höcke eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. Seiner Ansicht nach finden die positiven Elemente der deutschen Historie im Vergleich zu den Gräueltaten der Nazi-Zeit derzeit nicht genügend Beachtung.

Höckes Dresdner Rede löste bundesweit Empörung aus. Medien, Zentralrat der Juden und Politiker anderer Parteien warfen dem AfD-Politiker Antisemitismus vor. Sogar in der eigenen Partei hagelte es Kritik.

Mehrere SPD-Politiker vertraten die Ansicht, dass Björn Höcke ein „rechtsradikaler Hetzer“ (Sigmar Gabriel) und ein „Nazi“ (Thomas Oppermann) ist. Sie forderten eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz, der sich jedoch weigerte.

Der AfD-Bundesvorstand lehnte damals ein Parteiausschlussverfahren gegen ihren Thüringer Landeschef ab und leitete stattdessen nur „Ordnungsmaßnahmen“ gegen ihn ein. Erst heute entschied die Parteispitze, nun doch ein Ausschlussverfahren gegen Höcke einzuleiten.

Damit tut die AfD-Führung genau das, wovor Pegida-Gründer Lutz Bachmann sie vor drei Wochen warnte. Auf der wöchentlichen Demonstration in Dresden sagte er, die AfD solle sich von den Spaltern und Intriganten trennen, die gegen Höcke hetzen.

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8 KOMMENTARE

  1. Das müssen alle AFDler da die ganze rechte Mischpoke jetzt Hausverbot hat und das st gut so. Sollen sie da Tagen wo sie her kommen , in der Gosse.

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