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Altparteien lassen AfD-Kandidaten Glaser abblitzen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Weil Albrecht Glaser den Islam kritisiert hatte, verweigerten ihm die Altparteien die Wahl zum stellvertretenden Bundestagspräsidenten. (Screenshot: YouTube)
Weil Albrecht Glaser den Islam kritisiert hatte, verweigerten ihm die Altparteien die Wahl zum stellvertretenden Bundestagspräsidenten. (Screenshot: YouTube)

Wolfgang Schäuble (CDU) ist zum Bundestagspräsidenten gewählt worden. Die übrigen Altparteien erhielten je einen Stellvertreter. Nur AfD-Kandidat Albrecht Glaser fiel bei der Wahl durch. Denn er hatte sich wiederholt kritisch zum Islam geäußert.

Weil Albrecht Glaser den Islam kritisiert hatte, verweigerten ihm die Altparteien die Wahl zum stellvertretenden Bundestagspräsidenten. (Screenshot: YouTube)
Weil Albrecht Glaser den Islam kritisiert hat, verweigern ihm die Altparteien die Wahl zum stellvertretenden Bundestagspräsidenten. (Screenshot: YouTube)

Am Dienstag wählte der Bundestag Wolfgang Schäuble (CDU) mit großer Mehrheit zum neuen Bundestagspräsidenten. Der bisherige Bundesfinanzminister erhielt 501 von 709 Stimmen. Bei der Wahl seiner sechs Stellvertreter fiel nur der AfD-Kandidat Albrecht Glaser durch.

Nur 115 Bundestagsabgeordnete stimmten für ihn, berichtet die WELT. Der frühere CDU-Politiker und Frankfurter Stadtkämmerer erhielt also auch Stimmen aus anderen Fraktionen. Denn die AfD verfügt nur über 92 Sitze. Zu Stellvertretern gewählt wurden hingegen

  • Hans-Peter Friedrich (CSU) mit 507 Stimmen,
  • Thomas Oppermannn (SPD) mit 396 Stimmen,
  • Wolfgang Kubicki (FDP) mit 489 Stimmen,
  • Claudia Roth (Grüne) ebenfalls mit 489 Stimmen und
  • Petra Pau (Linke) mit 456 Stimmen.

Albrecht Glaser hatte Islam kritisiert

Glasers Kandidatur war bei den Altparteien auf heftigen Widerstand gestoßen. Denn der 75-Jährige hatte sich wiederholt gegen eine Islamisierung Deutschlands ausgesprochen. In einer Rede bei einer AfD-Veranstaltung im April hatte der AfD-Politiker etwa gesagt:

Der Islam ist eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und die sie nicht respektiert. Und die da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muss man das Grundrecht entziehen.

Da Albrecht Glaser im ersten Wahlgang nicht gewählt wurde, waren weitere Wahlgänge erforderlich. Doch auch im zweiten und dritten Wahlgang erreichte er bei weitem nicht die notwendige Mehrheit der Stimmen.

Im neuen Bundestag sitzen 709 Abgeordnete aus sieben Parteien. Damit ist das Parlament so groß wie nie zuvor. Alterspräsident Hermann Otto Solms (FDP) sprach von einem „aufgeblähten Parlament“, unter dessen Größe Ansehen und Arbeitsfähigkeit litten.

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