Reportage
Pegida-Chef warnt AfD: Trennt euch von den Hetzern!
Pegida-Gründer Lutz Bachmann kritisiert die Reaktion des AfD-Bundesvorstands auf die Rede von Björn Höcke. Und er warnt, die AfD solle sich von den Spaltern und Intriganten trennen, die gegen Höcke gehetzt haben.

Am Montagabend während der allwöchentlichen Pegida-Demonstration in Dresden lobte Lutz Bachmann in seiner Rede die Entscheidung des AfD-Bundesvorstands, auf ein Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke zu verzichten.
Der Pegida-Gründer stellte sich erneut klar hinter den Thüringer AfD-Politiker. Björn Höcke habe in Dresden eine „grandiose Rede gehalten“. Und auch die Pegida-Demonstranten skandierten wiederholt „Höcke, Höcke“.
Die Presse habe Björn Höcke die Worte im Mund herumgedreht und sie als Nazi-Rede bezeichnet, „was natürlich kompletter Quatsch ist“, so Lutz Bachmann. Es handle sich um eine Kampagne gegen die AfD.
Zugleich sendete Bachmann auch eine scharfe Kritik an den AfD-Bundesvorstand, der am Freitag ernsthaft über den Start eines Parteiausschlussverfahrens gegen Björn Höcke nachgedacht habe. Das sei falsch gewesen.
Gerade Frauke Petry hätte es nach Ansicht von Bachmann besser wissen müssen. Denn einst habe auch sie „dreckige Presseanfeindungen“ am eigenen Leib erfahren, nachdem sie sich im Zusammenhang mit Grenzschutz und Schießbefehl geäußert hatte.
Damals hätten Frauke Petrys Parteikollegen auch nicht ihren Ausschluss gefordert. Damals habe man zusammengestanden. Bachmann verband seine Kritik an der AfD-Führung mit einer deutlichen Warnung. Er sei zwischenzeitlich nicht mehr sicher gewesen, ob er die AfD noch empfehlen könne.
Trennt euch von allen, die jetzt in den letzten Tagen ihre Masken haben fallen lassen und sofort gegen Höcke gehetzt haben und so aktiv zu einer Krise in der AfD beitragen wollten. Diese Leute sind ganz offensichtlich vom System gesendete Spalter und Intriganten, welche mit aller Macht der gemeinsamen Bewegung schaden wollten.


