Reportage
Identitäre konfrontieren NGO-Schiff vor Libyen
Mitglieder der Identitären Bewegung haben dokumentiert, wie ein NGO-Schiff in libysche Gewässer eindringt, um dort Migranten an Bord zu nehmen. Die „Golfo Azzurro“ darf nun nicht mehr in italienischen Häfen anlegen.

Mitglieder der Identitären Bewegung (IB) wollen mit ihrem gecharterten Schiff „C-Star“ die illegalen Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf dem Mittelmeer dokumentieren. Erklärtes Ziel ihrer Mission „Defend Europe“ ist es, die anhaltende Massenmigration nach Europa zu stoppen.
Am Sonntag beobachteten die IB-Aktivisten, wie ein Schiff der spanischen NGO Proactiva Open Arms in libysche Gewässer eindrang, um dort Migranten an Bord zu nehmen. Per Funk konfrontierte der österreichische IB-Aktivist Martin Sellner die Crew der „Golfo Azzurro“. Er sagte unter anderem: „Stoppt den Menschenhandel!“
„Golfo Azzurro“ erhält Hafenverbot
Die italienischen Behörden teilten dem NGO-Schiff mit, dass es ab sofort nicht mehr in den Häfen Italiens anlegen darf. Dieses plötzliche Engagement der Italiener nach Jahren des Nichtstuns ist möglicherweise bereits eine direkte Folge des Einsatzes der kleinen IB-Mannschaft.
An den Flanken ihrer „C-Star“ haben die Identitären zwei große Banner befestigt, auf denen in englischer Sprache zu lesen ist: „Stoppt den Menschenhandel!“ und „Ihr werdet Europa nicht zu eurer Heimat machen“. Die IB-Mission finanziert sich über Spenden.

Während der Berliner IB-Chef Robert Timm derzeit auf der C-Star mit von der Partie ist, hat die Berliner Juso-Chefin Annika Klose entgegengesetzte Pläne. Sie nimmt an einem Rettungseinsatz vor der libyschen Küste teil. Denn ihrer Ansicht nach haben die Migranten ein Recht darauf, in Europa einen Asylantrag zu stellen.


