Berlin Journal

Magazin · Berlin

Reportage

IS-Rückkehrer sind unterwegs nach Deutschland

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

Teilen: X · E-Mail

Laut Terrorismusexperte Guido Steinberg sind bereits mehr als hundert IS-Rückkehrer auf dem Weg nach Deutschland. (Screenshot: YouTube)
Laut Terrorismusexperte Guido Steinberg sind bereits mehr als hundert IS-Rückkehrer auf dem Weg nach Deutschland. (Screenshot: YouTube)

Wegen der militärischen Verluste in Syrien und im Irak seien bereits IS-Rückkehrer auf dem Weg nach Deutschland, sagt Terrorismusexperte Guido Steinberg. Er erwartet hierzulande eine anhaltend hohe Anschlagsgefahr.

Laut Terrorismusexperte Guido Steinberg sind bereits IS-Rückkehrer auf dem Weg nach Deutschland. (Screenshot: YouTube)
Laut Terrorismusexperte Guido Steinberg sind bereits IS-Rückkehrer auf dem Weg nach Deutschland. (Screenshot: YouTube)

Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik erwartet wegen der zunehmenden militärischen Schwäche des Islamischen Staats in Syrien und dem Irak eine Rückreisewelle von IS-Kämpfern nach Deutschland.

„Da könnte eine Gruppe im dreistelligen Bereich kommen“, sagte der Terrorismusexperte gegenüber der Berliner Zeitung. Einige IS-Kämpfer seien bereits auf dem Weg. Und weiter:

Die Anschlagsgefahr wird sich trotzdem nicht wesentlich verändern, sondern konstant hoch bleiben. Einen Quantensprung gäbe es nur, wenn es dem IS gelingen würde, ein Terror-Kommando hierher zu schicken.

Guido Steinberg nennt eine „unangenehme Wahrheit“

Im vergangenen Jahr seien die Terroranschläge in Deutschland überwiegend nicht von IS-Rückkehrern begangen worden, sondern von Flüchtlingen.

Nach Ansicht von Guido Steinberg ist das eine „unangenehme Wahrheit, aber eine, die wir akzeptieren müssen“. Die Bereitschaft der Deutschen zur Aufnahme von Migranten werde durch die Terroristen unter ihnen „ja nicht entwertet“.

Nun aber müssten die Sicherheitsbehörden „auf die Rückkehrer gucken“, so der Terrorismusexperte weiter. „Das wird auf jeden Fall Ressourcen binden und zwar egal wie harmlos der Fall jeweils ist.“

Einigen IS-Kämpfern aus Deutschland könne im schlimmsten Fall die Todesstrafe drohen. Das wiederum sei „dann ein diplomatisches Problem“. Ein solcher Fall ist Linda Wenzel aus Sachsen, die als 15-Jährige in den Irak gereist war, um sich dort dem IS anzuschließen.

Interpol hatte kürzlich eine Liste mit 173 Steckbriefen früherer IS-Kämpfer verbreitet. Diese sollen dazu ausgebildet worden sein, Sprengsätze zu bauen, die in Europa möglichst viele Tote und Verletzte verursachen sollen.

Comments

comments

Berlin · Flüchtlinge · Guido Steinberg · IS · Islamischer Staat · Migranten · Migration

Weiterlesen

Alle Beiträge →

Newsletter

Berlin und die Wirtschaft in einem Brief

Die wichtigsten Geschichten aus Berlin, Deutschland und der Wirtschaftswelt — kompakt im Postfach.

Jederzeit abbestellbar. Kein Spam.