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173 frühere IS-Kämpfer planen Anschläge in Europa

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Interpol listet 173 frühere IS-Kämpfer auf, die in Europa Terroranschläge planen sollen. (Screenshot: YouTube)
Interpol listet 173 frühere IS-Kämpfer auf, die in Europa Terroranschläge planen sollen. (Screenshot: YouTube)

Interpol hat eine Liste mit 173 Steckbriefen früherer IS-Kämpfer verbreitet. Diese sollen dazu ausgebildet worden sein, Sprengsätze zu bauen, die in Europa möglichst viele Tote und Verletzte verursachen sollen.

Interpol listet 173 frühere IS-Kämpfer auf, die in Europa Terroranschläge planen sollen. (Screenshot: YouTube)
Interpol listet 173 frühere IS-Kämpfer auf, die derzeit in Europa Terroranschläge planen sollen. (Screenshot: YouTube)

Interpol hat eine Liste mit 173 Kämpfern des Islamischen Staats veröffentlicht. Diese seien speziell dafür ausgebildet worden, in Europa Selbstmordanschläge zu verüben. Der IS will sich offenbar für seine militärischen Verluste im Mittleren Osten rächen.

Die Interpol-Liste war ursprünglich von US-Geheimdiensten erstellt worden. Sie beruht auf Informationen, an die man vor allem bei der Eroberung von lokalen IS-Hauptquartieren in Syrien und dem Irak gelangt war, berichtet der britische Guardian.

Es gibt keine Beweise dafür, dass die Individuen auf der Liste bereits in Europa eingereist sind. Mithilfe der Interpol-Liste will man nun feststellen, ob die Geheimdienste und Behörden der EU-Mitgliedsländer irgendwelche Informationen über die mutmaßlichen Terroristen haben.

Liste enthält die Moscheen der IS-Kämpfer

Interpol hatte die Liste bereits am 27. Mai verschickt. Die internationale Polizeibehörde sagt darin, dass die IS-Kämpfer „dazu ausgebildet worden sein könnte, improvisierte Sprengsätze so zu bauen und zu platzieren, dass sie möglichst viele Tote und Verletzte verursachen“.

Die Interpol-Liste nennt die Namen der Verdächtigen sowie das Datum, an dem sie vom IS rekrutiert wurden, und ihre letzte wahrscheinliche Adresse, darunter die Moschee, wo sie während ihres Kampfeinsatzes beteten, den Namen der Mutter und Fotos.

Die westlichen Terrorabwehrkräfte betrachten es als eine schwierige Aufgabe, die Tatverdächtigen zu identifizieren. Denn diese verfügen über falsche Dokumente, doppelte Identitäten und falsche Pässe.

IS-Kämpfer teils in Europa aufgewachsen

Interpol versendet regelmäßig Warnungen und Updates an nationale Strafverfolgungsbehörden. Dabei entscheidet das Mitgliedsland, das die Informationen bereitstellt, mit welchen anderen Staaten die Informationen geteilt werden dürfen.

Ein Beamter einer europäischen Antiterrorbehörde sagte, dass man die Interpol-Liste deshalb in Europa verbreitet hat, um jene Verdächtigen zu identifizieren, die in europäischen Ländern geboren oder aufgewachsen sind.

Laut UN-Angaben waren 2015 in Syrien und im Irak 20.000 ausländische Kämpfer aktiv, von denen 4.000 aus Europa gekommen waren.

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