Reportage
Frauke Petry verzichtet auf AfD-Spitzenkandidatur
Parteichefin Frauke Petry will beim AfD-Bundesparteitag nicht Spitzenkandidatin werden. Sie bleibt aber dabei, dass die AfD dringend in die Regierung muss, weil Merkel, Schulz & Co. sonst nicht viel von Deutschland übrig lassen werden.

Am kommenden Wochenende findet der sechste Bundesparteitag der AfD im Kölner Maritim-Hotel statt. Dabei sollen vor allem die Wahlkampagne zur Bundestagswahl im September und die Frage der Spitzenkandidatur der Partei geklärt werden.
Nun hat die AfD-Chefin Frauke Petry mitgeteilt, dass sie nicht als Spitzenkandidatin ihrer Partei antreten will. Sie stehe „weder für eine alleinige Spitzenkandidatur noch für eine Beteiligung in einem Spitzenteam zur Verfügung“, sagte sie am Mittwoch in einer Videobotschaft auf Facebook.
Es sei ihr wichtig, „drängende Sachfragen“ unabhängig von „angeblichen oder tatsächlichen Personalfragen“ diskutieren zu können. Sie kritisierte, dass in der Vergangenheit unterschiedliche Teile der AfD unterschiedliche Strategien verfolgt hätten.
Am 22. und 23. April veranstaltet die AfD im Maritim Hotel Köln ihren Bundesparteitag, auch wenn das Hotel ein Hausverbot gegen Björn Höcke ausgesprochen hat. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot anrücken müssen, weil rund 50.000 teils gewaltbereite Gegendemonstranten erwartet werden.
Angesichts dieser Bedrohung hat sich der AfD-Bundesvorstand nun per Post an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gewandt. Die Partei bittet die beiden Politiker darum, die Gegendemonstranten öffentlich zur Mäßigung aufzurufen.


