Reportage
Alice Weidel: Merkel gehört vor Gericht gestellt
Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel vertritt die Ansicht, man müsste Angela Merkel nach ihrer Amtszeit vor Gericht stellen. Denn die Bundeskanzlerin habe bei Eurorettung und Flüchtlingskrise gegen geltendes Recht verstoßen.

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September hat die AfD-Spitzenkandidatin erneut die vermeintlichen Rechtsbrüche von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert und juristische Konsequenzen gefordert.
„Wir müssen uns mit den Rechtsbrüchen der Kanzlerin auseinandersetzen. Angela Merkel müsste nach ihrer Amtszeit vor ein ordentliches Gericht gestellt werden“, sagte Alice Weidel im Interview mit der Passauer Neuen Presse.
Und weiter: „In der Euro-Rettungspolitik und in der Flüchtlingskrise hat sie [Angela Merkel] gegen geltendes deutsches und europäisches Recht verstoßen. Dafür sollte sie sich vor einem Richter verantworten müssen.“
Zuvor hatte Alice Weidel bereits im Interview mit dem Sender N24 die Äußerungen des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland verteidigt, er würde die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz gern „in Anatolien entsorgen“.
Weidel unterstützte Gaulands Ansichten. Zwar sei die Wortwahl ihres Kollegen eine Geschmackssache, über die man streiten könne. Doch in der Sache habe er Recht. Aydan Özoguz sei als Integrationsbeauftragte eine „absolute Fehlbesetzung“.
Die SPD-Politikerin plane, die deutsche Mehrheitsgesellschaft rückwärts zu integrieren. Ein Zeichen dafür sei Özoguz’ Toleranz für Kinderehen, die sie als religiöses Recht akzeptiere. In der Wahlumfrage von Infratest dimap ist die AfD diese Woche auf 11 Prozent gestiegen.


