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Wolfgang Schäuble: Deutsche können von Muslimen lernen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Wolfgang Schäuble von Muslimen lernen
Wolfgang Schäuble von Muslimen lernen

Nach Ansicht von Finanzminister Wolfgang Schäuble ist die Ausbreitung des Islams in Deutschland eine Chance. Denn die anderen Menschen in der Bundesrepublik könnten von den Muslimen Gastfreundschaft und Toleranz lernen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die steigende Zahl der Muslime in Deutschland erneut als eine Chance bezeichnet. Am Mittwochabend sagte er im Deutschlandfunk, dass Christen und auch alle anderen Menschen in der Bundesrepublik von den Muslimen lernen könnten.

Im Islam würden viele menschliche Werte wie Gastfreundschaft und Toleranz sehr stark verwirklicht, so der Minister. Wenn man die Ordnung des Grundgesetzes leben und verwirklichen wolle, dann müsse man mit den Muslimen in einen Dialog darüber treten, wie man zusammenlebt.

Wolfgang Schäuble steht auch weiterhin zu seiner Aussagte, dass der Islam „ein Teil Deutschlands“ ist. Dies sei eine nüchterne Beschreibung der Realitäten, die man anerkennen müsse. Wer diese Tatsache bestreite, der bestreite die Wirklichkeit und sei deswegen auch kein tauglicher Politiker.

Zudem wirft der Minister den fanatischen und gewaltbereiten Muslimen vor, dass sie ihre eigene Religion missverstehen. Denn alle Weltreligionen predigten die Botschaft, dass man den anderen als Schwester oder Bruder nehmen soll.

Wolfgang Schäuble hatte kürzlich in einem Interview die Haltung der Kirchen zur Politik kritisiert. Er sagte, dass die Kirchen in weltlichen Fragen kein Wahrheitsmonopol hätten. In der Demokratie könne jeder seine eigene Meinung haben. „Das verstehen diejenigen oft nicht, die sich aus tiefer Glaubensüberzeugung äußern.“

Nun sagte der Minister erneute, dass einzelne Personen innerhalb der Kirchen in weltlichen Fragen zu sehr mit Glaubenswahrheiten argumentieren. Es gebe aber kein Monopol auf die richtige Interpretation des Evangeliums. Zudem müsse sich die Politik immer den Realitäten stellen und die Begrenztheit von Möglichkeiten einberechnen.

Schon im vergangenen Jahr hatte Wolfgang Schäuble gesagt, dass eine Abschottung gegen Einwanderung Deutschland kaputtmachen würde. Die Migration schütze die Deutschen davor, dass sie „in Inzucht degenerieren“. Viele Zuwanderer zeigten ein „enormes innovatorisches Potenzial“.

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