Reportage
Schäuble: Migration schützt Deutschland vor „Inzucht“
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagt, dass eine Abschottung gegen Einwanderung uns kaputtmachen würde und „uns in Inzucht degenerieren ließe“. Muslime seien in Deutschland eine Bereicherung.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen neuen Umgang mit Afrika und mit der arabischen Welt gefordert. Die reichen Länder könnten auch selbst davon profitieren, wenn sie sich den diesen Regionen mehr zuwenden.
„Afrika wird unser Problem sein, wir müssen diese Aufgabe annehmen“, sagt der Bundesfinanzminister im Interview mit der ZEIT. Um die Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen, brauche es mehr Investitionen im Irak, in Syrien und in Libyen.
Schäuble gegen deutsche Inzucht und Degeneration
„Und dann werden wir in der Subsahara mehr für deren Entwicklung bezahlen müssen.“ Wolfgang Schäuble widerspricht der Idee, dass man sich gegenüber der Einwanderung aus Afrika und aus der arabischen Welt abschotten könne:
„Die Abschottung ist doch das, was uns kaputtmachen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe.“
„Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt. Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen! Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!“


