Lehrerin darf kein Kreuz zur Schule tragen

1163
145
TEILEN

Eine staatliche Schule in Berlin-Wedding hat offenbar eine Lehrerin per Dienstanweisung aufgefordert, ihre Halskette mit dem Kruzifix während der Arbeit abzulegen. Denn damit verstoße sie gegen das Neutralitätsgesetz.

Berlin-Wedding Lehrerin Kruzifix Verbot
In Berlin ist den Lehrern staatlicher Schulen verboten, ein Kruzifix zu tragen.

Einer Lehrerin an einer staatlichen Schule in Berlin-Wedding ist untersagt worden, ein christliches Kreuz an einer Halskette zu tragen. So berichtet es ein Pankower Pfarrer, der den Fall nun vor die jüngste Landessynode brachte.

„Die Frau hat mir in einem seelsorgerischen Gespräch auch die schriftliche Dienstanweisung des Schulleiters gezeigt“, sagte Pfarrer Karsten Minkner der Berliner Zeitung. Da es sich um ein seelsorgerisches Gespräch handelte, will er den Namen der Lehrerin und der Schule nicht nennen.

In der Dienstanweisung sei die Lehrerin aufgefordert worden, die Halskette mit dem Kruzifix abzulegen. Begründet habe man dies mit dem Berliner Neutralitätsgesetz, das es Lehrern, Polizisten und Justizbediensteten seit 2005 verbietet, religiöse Symbole im Dienst zu tragen.

Betroffen sind neben dem christlichen Kreuz auch das muslimische Kopftuch und die jüdische Kippa. Allerdings sind Religions-, Privat- und Berufsschullehrer von dem Verbot im Berliner Neutralitätsgesetz ausgenommen.

Vor einem Jahr war eine muslimische einer Lehrerin mit ihrer Klage gegen das Kopftuchverbot gescheitert. Das Arbeitsgericht entschied, dass das Kopftuchverbot für Lehrerinnen an Berlins allgemeinbildenden Schulen rechtens ist.

In einer persönlichen Erklärung sprach die Muslimin von einem faktischen Berufsverbot. Sie berief sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das ein pauschales Kopftuchverbot an Schulen in Nordrhein-Westfalen gekippt hatte.

Doch nicht nur Muslime, sondern auch Christen sind gegen das Berliner Neutralitätsgesetz. Die evangelische Kirche hält die Regelung für verfassungswidrig, sagt Jörg Antoine, Präsident des Evangelischen Konsistoriums.

Auch der Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, setzt sich für die Freiheit ein, das Kreuz zu tragen. Die Spitze der Landeskirche sucht nun den Kontakt zu der betroffenen Lehrerin, um die Vorwürfe zu prüfen.

TEILEN

145 KOMMENTARE

  1. Nun, wenn, dann konsequent. Man kann nicht ins Gesetz „Neutralität“ schreiben, und dann für die eigene Sippe ne Ausnahme fordern. Wenn wir frei von Religion werden, hat das doch was. So verstehe ich Religionsfreiheit. Und genauso wie das Kruzifix haben auch Kopftücher dort nix verloren.

    • Das Problem ist das man genau damit einem die Religionsfreiheit raubt. Ich bin der Meinung das jeder das tragen oder anhaben sollte was er oder sie für richtig hält.

      Traurig finde ich

    • ich weiß hat mit dem eigentlichen Thema nicht viel zu tun aber wieso sind wir dann so
      tolerant zu „Schächtung“ „Genitalverstümmelung“ „Schulspeisung ohne Schweinefleisch“.
      Wer hält sich eigentlich noch an Gesetze und was da steht?

  2. So weit sind wir schon das dieses Gesindel bestimmt was wir dürfen oder nicht !!! Ein Kreuz hat was mit Glaube zu tun !! Ein Kopftuch oder die Fetzen wo die anziehen haben nichts mit Glaube zu tun

    • „In der Dienstanweisung sei die Lehrerin aufgefordert worden, die Halskette mit dem Kruzifix abzulegen. Begründet habe man dies mit dem Berliner Neutralitätsgesetz, das es Lehrern, Polizisten und Justizbediensteten seit 2005 verbietet, religiöse Symbole im Dienst zu tragen.“

      LESEN! DENKEN! Und dann kommentieren… Berliner Neutralitätsgesetz seit 2005
      Nix Gesindel hat hier bestimmt sondern die deutsche Gesetzgebung

    • Wegen den Muslimen? Oder wie Sie so schön sagen dem „Gesindel“? Blödsinn – Deutschland ist schon seit den 50ern darum bemüht ein tolerantes, offenes und demokratisches Land zu sein was auch super klappt (wenn man gewisse Ausnahmen die sich in den sozialen Netzwerken austoben außen vor lässt) und warum und weswegen ist ja wohl allgemein bekannt!
      Das Neutralitätsgesetz verbietet doch nicht das Tragen von Kreuzen im allgemeinen sondern nur bestimmten Berufsgruppen im Dienst! Und nicht nur kreuze sondern eben alle religiösen Zeichen!

      Aber ich wiederhole mich hier nur andauernd

    • Also schon mal präventiv intolerant sein?
      Ich bin selbst als Flüchtling in den 90ern nach Deutschland gekommen, weil ich aus meinem Heimatland aufgrund von Hetze gegen Muslime vertrieben wurde. Hab als böser Flüchtling übrigens Hier niemandem was getan, die Schule besucht und fleißig Steuern gezahlt.

      Ich befürchte nur,dass sich das tatsächlich wiederholen könnte in einem Land in dem ich mich eigentlich immer sicher gefühlt habe! Intoleranz habe ich ebenfalls von sehr vielen christlichen Völkern erlebt und würde niemals sagen können die eine Gruppe ist tolerant und die andere nicht! Das ist einfach nur pauschalisierend!

      Was solls das nächste mal muss ich wohl nach Kanada!

    • Mimi Mentos Ich mag Begrifflichkeit wie Gesindel auch nicht, doch ziehen wir uns daran nicht hoch. Die Menschen die damals kamen, beantragten Visa und waren den Behörden zumindest mit Personalien bekannt. Außerdem wurden sie von der Regierung angefordert. Das ist ein Himmel weiter Unterschied. Man kann jemanden seiner Kultur nicht berauben, wenn man das macht, ist es diskriminierend, doch wenn Neutralität eingefordert wird, gilt es auch für jede andere Religion, die gewisse äußerst Erkennungsmerkmale zur Schau stellt.

  3. Wie einige wieder mit ihren Kommentaren …,das man hier liest übertreiben.
    Islamisierung ..,kann dazu nur sagen ,dass Religions Freiheit eingehalten werden müsste.Zumal stört es niemanden ,wenn eine Lehrerin ihr Kreuz in der Schule trägt.

  4. Ein richtiger Schritt Richtung Säkularisierung und staatliche Neutralität und erledigt auch die Frage nach dem Kopftuch. Für alle, die sich erregen, man kann das Kreuz nicht sichtbar unter der Kleidung tragen. Genauso wie das Hand der Fatima oder sonstige religiös inspirierte Symbole.

  5. …aber Kopftücher sind erlaubt…Ja, wo leben wir denn? Warum unterwirft man sich den Muselmanen so? Kann ich absolut nicht mehr Verstehen…Bin zwar ev. aber was ich als Halsschmuck trage, geht niemanden etwas an-auch einer staatl.Schule nicht…Da sollte man eine ganz andere Gruppe sich anpassen lassen…Lächerlich….

    • Stefan Lütje , Sorry, aber eine Kette trägt man um den Hals, mitunter kaum sichtbar, alles andere wird Sichtbar getragen, was schon Provoziert…aber auch als Normaler Mensch kann man einen Kreuzanhänger tragen ohne seine Religion damit Ausdruck zu verleihen…Bei uns im Münsterland hängt so ein Kreuz in jedem Krankenhaus, Schule o.a. Stellen- Warum auch nicht, man kanns doch Tolerieren auch wenn man nicht Kath. ist oder? Deswegen muss man das doch nicht Verbieten….

  6. Bei Hitler wurden alle Kreuze aus den Schulen entfernt. Kein Verbot zur Kirche zu gehen oder Weihnachten zu feiern. Das war ja das irre.
    Jesus war Jude und Hitler verfolgte die Menschen jüdischen Glaubens.

    • Ja wirklich bevor die Moslems hier waren (1950er/1960er) war es in Deutschland ein Traum. Da vernichtet man die eine religiöse Gruppe fast vollständig und schon kommt die nächste – Frechheit

      *Ironie off

    • Dumm ist es doch zu kommentieren ohne den Artikel zu lesen und zu verstehen!!! Versuchen sie es doch ersteinmal über diesen Weg bevor sie hier ihre Hetze verbreiten.
      Da steht ganz klar, dass es sich um das deutsche Neutralitätsgesetz handelt was jegliche religiöse Zeichen für bestimmte Berufsgruppen verbietet- alsooooo auch die Kopftücher.
      Tut mir leid aber anscheinend nimmt man ihnen nicht nur das Land weg sondern auch die Sprachkenntnisse!

    • Das das deutsche Neutralitätsgesetz wurde nur wegen den Kreuze in Bayern entworfen, weil schon da die Moslems sich über die Kreuze in den Schulen aufgeregt haben. Es gibt Nur Moslems die sich über unserem Glauben in unserem Land aufregen uns Ihre Religion(Koran) aufdrängen wollen, in dem überall Moscheen gebaut werden. Du bist der Dummkopf hier weil du denkst mit deiner Grünen oder Linken scheiß Partei kannst Du was ausrichten. Das ist unser Land und wir werden im September die Rechnung machen…….

  7. Soweit sind wir schon …das wir uns vorschreiben lassen müssen was wir dürfen oder nicht ..vor einem Jahr hat det niemanden interessiert..ob man eine Kette mit Kreuz trug oder nicht …und beides mit einander zu vergleichen is absurd

  8. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Art 4

    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
    Sie legt es niemanden auf wenn sie es trägt… Sie bekennt sich nur dazu nicht mehr und nicht weniger..Vielleicht sollte mal das Grundgesetz den Machthabern erklärt werden…

  9. die frau sollte vor das Gericht gehen wo gibt es so was wir sind Christen!! unser Kreuz werden sie sich ansehen müßen oder sie soll die Augen geschlossen halten AMEN und unsere Christliche Kultur lassen wir uns auch nicht nehmen von niemanden wehn es nicht passt kann gerne gehen

  10. Hallo Frau Thomas wenn sie ihre Christlich Kultur hinter Verschloßen Türen feiern wollen ich lasse mir meine Kultur von niemanden untergraben und ich freu mich auf ostern auf schweinefleisch auf Weihnachten und auf semtliche Christliche feiertage weil wir hier in Deutschland sind hurra

  11. genau, das kreuz wird abgeschafft. es kann nicht mehr gewählt werden. monarchien, diktaturen übernehmen die weltherrschaft.

  12. HAHAHAHA….beleidigend…..Glaubensbrüder……jajaja die Kommentare hier sind alle unklug und daneben….wer meine Brüder sind und wann ich gehe bestimmen nicht andere…..wer sich durch „braune Suppe“ beleidigt fühlt sollte sich fragen warum….nun weiterhin viel spass beim hassen….

  13. Ich bin 70, habe zur Taufe von meinen Paten eine Kette mit Anhänger bekommen, die ich noch immer trage. Es ist ein Anhänger, der die Jungrau Maria darstellt und diese Kette werde ich auch weiterhin tragen.

    • Nein, allerdings sind in Deutschland Staat und Religion voneinander getrennt. Und genau darin liegt das Problem begründet: An öffentlichen Einrichtungen stellt sich dabei die Herausforderung, wie man den Staatsbeamten einerseits ihre Religionsfreiheit lassen kann, ohne dabei gegen eben diese Trennung zu verstoßen, indem sie religiöse Symbole zur Schau stellen. Der Punkt ist eben, dass man dabei versucht hat, einen neutralen Standard im öffentlichen Bereich zu schaffen. Wie gut das gelungen ist, darüber lässt sich natürlich diskutieren, aber ich halte das prinzipiell für keinen schlechten Ansatz

  14. Toleranz und Religionsfreiheit…..fragt sich nur für wen ? Ihr habt die Möglichkeit, eure Zukunft selbst zu wählen…….. im September sind Wahlen…..und wer an seinem eigenen (Wahl)-Verhalten nichts ändert, sollte auch keine Veränderung erwarten. Verändere du etwas , dann kann sich etwas ändern 😉

    • Ich halte das auch für eine Frechheit! Mir ist schon klar, dass es für Lehrer einen gewissen Dresscode gibt, aber ich kann mir wirklich nicht erklären, inwiefern eine solche Halskette dagegen verstoßen sollte. Außerdem halte ich das für diskrimminierend im Bezug auf die Religionsfreiheit

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here