Reportage
Junge Migranten schlagen Mann mit Kreuz-Kette
Drei junge Migranten haben in einer Straßenbahn einen 39-Jährigen angegriffen, weil dieser einen Kreuzanhänger an einer Halskette trug. Sie schlugen dem Mann ins Gesicht und nannten ihn eine „schwule Sau“.

Am Freitag gegen drei Uhr morgens griffen drei Jugendliche in Prenzlauer Berg einen 39-Jährigen an, weil dieser eine Halskette mit einem Kreuzanhänger trug. In einer Straßenbahn beschimpften sie den Mann, schlugen sie ihm ins Gesicht und nannten ihn eine „schwule Sau“. Verletzungen erlitt der 39-Jährige aber nicht.
Das Opfer beschreibt die drei Täter als zwölf- bis 14-jährig und „phänotypisch nordafrikanisch“, wie eine Polizeisprecherin der WELT mitteilte. Diese hätten den 39-Jährigen in gebrochenem Deutsch mit den Worten „Was soll das?“ angesprochen und auf die beiden christlichen Holzkreuze gezeigt, die er als Anhänger um den Hals trug.
Der Polizeiliche Staatsschutz beim Berliner Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Der Staatsschutz ist für solche Straftaten zuständig, welche die Symbole, die Werte, die Einrichtungen und die Existenz des deutschen Staates gefährden könnten.
Ende Mai war in Neukölln ein schwuler Mann wegen seiner Kreuz-Kette und seiner Homosexualität angegriffen worden. Zunächst war er aus einer Gruppe von Männern, Frauen und Kindern heraus beleidigt worden. Dann schlugen und traten ihn die Männer. Anfang Mai erstach ein Afghane in Prien am Chiemsee eine afghanische Christin vor den Augen ihrer Kinder.
In Deutschland werden christenfeindliche Taten bisher nicht systematisch erfasst. Nach Einschätzung von Beobachtern richten sich die Angriffe vor allem gegen christliche Migranten aus muslimischen Staaten. Betroffen sind vor allem gebürtige Muslime, die sich vom Islam abgewandt haben.
Das christliche Hilfswerk Open Doors und der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland haben eine bundesweite Befragung durchgeführt. Von den 743 befragten Flüchtlingen berichten 617 von mehrfachen Übergriffen, 314 von Todesdrohungen, 416 von Körperverletzungen, 44 von sexuellen Übergriffen.
Die Übergriffe gingen vor allem von muslimischen Mitflüchtlingen (674 Fälle) und vom muslimischen Wachpersonal (205 Fälle) aus. Oftmals waren mehrere Personen an den Übergriffen beteiligt. Die Täter fühlen sich geleitet von einem Wertesystem, das sie in ihren Herkunftsländern verinnerlicht haben und das für sie „göttliche Autorität“ hat.


