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Bürgermeister: „Tiergarten ist völlig außer Kontrolle“

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Nach Ansicht von Stephan von Dassel ist der Tiergarten „völlig außer Kontrolle“ geraten. (Screenshot: YouTube)
Nach Ansicht von Stephan von Dassel ist der Tiergarten „völlig außer Kontrolle“ geraten. (Screenshot: YouTube)

Laut dem grünen Bürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, ist der Tiergarten „völlig außer Kontrolle“. Er spricht von aggressiven Osteuropäern, die dort illegal campen, von Drogenmissbrauch und Prostitution. Es brauche harte Maßnahmen.

Nach Ansicht von Stephan von Dassel ist der Tiergarten „völlig außer Kontrolle“ geraten. (Screenshot: YouTube)
Nach Ansicht von Stephan von Dassel ist der Tiergarten „völlig außer Kontrolle“ geraten. (Screenshot: YouTube)

Wegen der Situation im Berliner Tiergaren hat der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, Alarm geschlagen. Am Freitag berichtete der Grünen-Politiker von den vielen aggressiven Obdachlosen aus Osteuropa, die dort illegal campieren.

„Unsere Mitarbeiter aus dem Grünflächenamt brauchen dringend Hilfe, die Situation im Großen Tiergarten ist völlig außer Kontrolle“, zitiert ihn die Berliner Morgenpost. Sie seien überfordert mit der zunehmenden Aggressivität der überwiegend osteuropäischen Obdachlosen.

Hinzu kämen Drogenmissbrauch, Prostitution und die illegalen Camps in dem 210 Hektar großen Park rund um die Siegessäule. „Wir müssen andere Maßnahmen ergreifen, mit der bisherigen Politik kommen wir nicht weiter“, sagte Stephan von Dassel.

Vor einem Monat wurde im Großen Tiergarten die Kunsthistorikerin Susanne Fontaine überfallen und ermordet. Der mutmaßliche Täter ist ein 18-jähriger Russe. Gegen ihn wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Die Ermittler gehen von einem Raubmord aus.

„Im Tiergarten hatten auch früher schon Obdachlose ihr Lager“, sagt Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel. Allerdings war es früher nur eine Handvoll Wohnungslose. „Inzwischen zählen wir aber 50 bis 60 Menschen, die hier übernachten“, so der Grünen-Politiker.

Stephan von Dassel fordert harte Maßnahmen

Bei einem kleineren Teil der Obdachlosen handle es sich um Deutsche. Auch diese Gruppe reagiere sehr abweisend. „Die brüllen unsere Mitarbeiter an, sie wollten mit dem Scheiß-Jobcenter-System nichts zu tun haben“, berichtete Stephan von Dassel.

Am problematischsten seien aber die vielen Alkohol- und Drogenabhängigen, die überwiegend aus Osteuropa stammen. „Diese Gruppe reagiert aggressiv auf alles, was in ihre Nähe kommt, hier gelten zudem nicht einmal hygienische Mindeststandards.“

Das bisherige System der Polizeieinsätze, bei denen Platzverweise erteilt würden, sei wirkungslos: „Die sind nach zwei Stunden wieder da“, beklagte der Rathauschef. Der Frust sei auch bei der Polizei groß.

Diese Menschen haben hier kein Bleiberecht. Berlin muss sich ehrlich machen und die Abschiebung ernsthaft prüfen.

Der Grünen-Politiker weiß, dass viele in seiner Partei solche Forderungen kritisch sehen. „Aber es ist mir relativ wurscht, was die Partei sagt, ich bin zuallererst meinen Mitarbeitern verpflichtet.“ Der rot-rot-grüne Senat hingegen will Abschiebungen möglichst verhindern.

Im Sommer hatte Bürgermeister von Dassel wegen der eskalierenden Lage in seinem Bezirk bereits ein berlinweites Verbot der Straßenprostitution gefordert. Die Verlagerung des Geschäfts in Bordelle würde seiner Ansicht nach auch die Arbeitsbedingungen der Frauen verbessern.

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