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Reportage

SPD nach zehn Jahren wieder stärkste Partei

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Martin Schulz Infratest-Dimap SPD vor Union
Mit Martin Schulz liegt die SPD nun auch bei Infratest-Dimap vor der Union. (Screenshot: YouTube)

Seit der Kandidatur von Martin Schulz hat die SPD bei drei Umfrageinstituten zumindest vorübergehend die Union überholt. Nach INSA und Emnid sieht nun auch Infratest-Dimap die Sozialdemokraten bundesweit als stärkste Partei.

Martin Schulz Infratest-Dimap SPD vor Union
Mit Martin Schulz liegt die SPD nun auch bei Infratest-Dimap vor der Union. (Screenshot: YouTube)

Erstmals seit Oktober 2006 liegt die SPD in der bundesweiten Wahlumfrage von Infratest-Dimap wieder vor CDU und CSU. Die Sozialdemokraten erhalten demnach 32 Prozent der Stimmen. Hingegen würden nur 31 Prozent der Befragten die Unionsparteien wählen.

  • SPD 32 Prozent (+4)
  • CDU/CSU 31 Prozent (-3)
  • AfD 11 Prozent (-1)
  • Grüne 8 Prozent (0)
  • Linke 7 Prozent (-1)
  • FDP 6 Prozent (0)
  • Sonstige 5 Prozent (+1)

Infratest-Dimap befragte dafür vom 20. bis 22. Februar mehr als tausend Menschen. In den Wochen zuvor hatten bereits die Umfrageinstitute INSA und Emnid Zahlen vorgelegt, wonach die SPD die Union überholt hat.

Bei der INSA-Wahlumfrage aus der letzten Woche zeigte sich sogar erstmals wieder eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün. In der aktuellen INSA-Umfrage ist dies jedoch nicht mehr der Fall, und auch Infratest-Dimpa zeigt derzeit SPD, Linke und Grüne knapp hinter Union, AfD und FDP.

Grund für das Meinungshoch für die SPD ist die Nominierung von Kanzlerkandidat Martin Schulz. Dieser vertritt die Ansicht, dass Hartz IV ein Fehler war. Die Bezugsdauern beim Arbeitslosengeld I müsse man wieder verlängern. Die Vermögensanrechnung beim Arbeitslosengeld II müsse man abmildern.

Der Plan von Martin Schulz, Korrekturen an der Agenda 2010 vorzunehmen, findet Unterstützung in der Bevölkerung. Laut der Umfrage befürworten 65 Prozent der Deutschen längere Bezugsdauern beim Arbeitslosengeld I. Nur 29 Prozent lehnen dies ab.

Zudem finden es 67 Prozent der Befragten richtig, dass zeitlich befristete Arbeitsverträge nur noch bei sachlichen Gründen möglich sein sollen. Nur 25 Prozent sind anderer Meinung. Auch DGB-Chef Reiner Hoffmann lobt die Hartz-IV-Kritik von Martin Schulz

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Thomas Breithaupt

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