Reportage
SPD in Emnid-Umfrage erstmals seit zehn Jahren vor der Union
Erstmals seit zehn Jahren liegt die SPD in einer Emnid Wahlumfrage zur Bundestagswahl wieder vor CDU und CSU. Zudem hätte Rot-Rot-Grün nun eine Mehrheit im Bundestag. Martin Schulz ist auf dem besten Weg, Kanzler zu werden.

In Wahlumfragen des Meinungsforschungsinstituts INSA zur Bundestagswahl 2017 liegt die SPD schon seit gut zwei Wochen knapp vor den Unionsparteien. Und in dieser Woche zeigte sich dort sogar erstmals wieder eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün.
Am Samstag veröffentlichte Emnid seine wöchentlichen Umfragewerte. Zwischen dem 9. und 15. Februar wurden 1.885 repräsentativ ausgewählte Bürger gefragt, welche Partei sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären.
Und auch bei Emnid liegen nun erstmals seit zehn Jahren die Sozialdemokraten vorn und könnte mit Linken und Grünen regieren. Der neue SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz scheint also auf dem besten Weg, der nächste Bundeskanzler zu werden.
- SPD 33
- CDU/CSU 32
- AfD 9
- Linke 8
- Grüne 7
- FDP 6
- Sonstige 5
Derweil verstärken Unionspolitiker ihre Angriffe auf Martin Schulz. „Ein Mann wie Herr Schulz, der im Grunde seines Herzens Schulden vergemeinschaften will, vertritt nicht die Interessen Deutschlands“, sagte diese Woche Unionsfraktionschef Volker Kauder gegenüber dem Focus.
Der SPD-Kanzlerkandidat wolle, dass Deutschland die Schulden anderer bezahlt. Zudem warnte Volker Kauder vor einer rot-rot-grünen Koalition aus SPD, Linken und Grünen. Die Entwicklung in Berlin zeige beispielhaft, wie sich deren Politik auf das Leben der Menschen auswirkt.
Keine Videoüberwachung, keine Abschiebungen, kein Ausbau von Gefängnissen – das gefährdet die Sicherheit der Bevölkerung. So sieht rot-rot-grüne Politik konkret aus. Die Wirtschaft kommt zuletzt. Arbeitsplätze sind nachrangig.


