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Reportage

Warum Nordafrikaner fast nie abgeschoben werden

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Nordafrikaner fast nie abgeschoben
Dass Nordafrikaner fast nie abgeschoben, ist nicht nur die Schuld der Herkunftsstaaten. (Screenshot: YouTube)

Nicht nur die Herkunftsstaaten tragen die Schuld daran, dass Nordafrikaner fast nie abgeschoben wird. Oftmals sind es die deutschen Behörden selbst, die der Identifizierung und Ausweisvergabe im Wege stehen.

Nordafrikaner fast nie abgeschoben
Dass Nordafrikaner fast nie abgeschoben, ist nicht nur die Schuld der Herkunftsstaaten. (Screenshot: YouTube)

Nordafrikaner gehören nicht nur zu den kriminellsten Migrantengruppen, sondern fast alle von ihnen erhalten derzeit auch kein Asyl in Deutschland. Dennoch werden nur wenige von ihnen wieder abgeschoben.

In den Monaten Januar bis November hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) die Asylanträge von 8.363 Nordafrikanern abgelehnt. Im selben Zeitraum wurden aber nur 368 Migranten nach Nordafrika abgeschoben.

Der Hauptgrund dafür, dass abgelehnte Asylbewerber in Deutschland weiterhin geduldet werden, sind nach Angaben der Bundesregierung fehlende Ausweispapiere. So war es auch bei dem tunesischen Terroristen Anis Amri.

In den meisten Fällen werfen die Migranten ihre Pässe weg und behaupten, Syrer zu sein, zitiert die Welt einen Mitarbeiter des marokkanischen Innenministeriums, der mit den Fällen betraut ist und anonym bleiben möchte.

In den vergangenen Monaten habe man die Daten der illegalen Marokkaner in Deutschland zwischen den Behörden ausgetauscht, so der Mitarbeiter. Daher könne man die Rückführungen jetzt schrittweise durchführen. Doch das Verfahren zur Identifizierung ist aufwendig.

Oftmals treffen sich die konsularischen Dienste der mutmaßlichen Heimatländer in Deutschland mit den illegalen Ausländern. Sie überprüfen, ob es sich tatsächlich um ihre Staatsbürger handelt. Nur wenn dies der Fall ist, stellen sie Papiere aus und die Rückführung kann starten.

Diese Identifizierungen illegaler Ausländer durch die konsularischen Dienste ihrer mutmaßlichen Herkunftsstaaten werden nicht nur durch die Staaten Nordafrikas verzögert. Auch in Deutschland kommt es offenbar häufiger zu Problemen.

So schrieb Bundesinnenminister Thomas de Maizière an seine Länderkollegen, dass deren Behörden sicherherstellen sollten, „dass die betroffenen Ausreisepflichtigen auch tatsächlich anwesend sind“. Darum habe Tunesien gebeten.

Wenn Deutschland nicht schneller abschiebt, wird die Zahl der Ausreisepflichtigen dieses Jahr auf knapp eine halbe Million ansteigen, erwartet McKinsey. Zwar koste eine Abschiebung im Schnitt 1.500 Euro. Doch das rechne sich schon nach drei Monaten.

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Thomas Breithaupt

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