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Mutmaßlicher Mörder von Maria L. hatte schweres Leben

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Hussein Khavari, der mutmaßliche Mörder der Studentin Maria Ladenburger (19) berichtet vor Gericht von seinem schwierigen Leben. (Foto: Facebook)
Hussein Khavari, der mutmaßliche Mörder der Studentin Maria Ladenburger (19) berichtet vor Gericht von seinem schwierigen Leben. (Foto: Facebook)

Der Flüchtling Hussein Khavari, der in Freiburg die Studentin Maria Ladenburger vergewaltigt und ermordet haben soll, hatte seinen ersten Tag vor Gericht. Er erzählte über sein schweres Leben und seine psychischen Probleme.

Hussein Khavari, der mutmaßliche Mörder der Studentin Maria Ladenburger (19) berichtet vor Gericht von seinem schwierigen Leben. (Foto: Facebook)
Hussein Khavari, der mutmaßliche Mörder der Studentin Maria Ladenburger (19) berichtet vor Gericht von seinem schwierigen Leben. (Foto: Facebook)

Hussein Khavari wird vorgeworfen, die Studentin Maria Ladenburger am 16. Oktober 2016 in Freiburg mehrfach brutal vergewaltigt und dann in den Fluss gelegt zu haben, wo die 19-Jährige ertrank. Er war 2015 ohne Papiere nach Deutschland eingereist.

Zuvor war er bereits in Griechenland als Gewalttäter zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Denn er hatte im Jahr 2013 auf der Insel Korfu eine junge Griechin die Steilküste hinunter geworfen. Die junge Frau überlebte nur knapp.

Die letzten zehn Monate hatte Hussein Khavari in der Untersuchungshaft kein Wort gesagt. Doch am Dienstag, dem ersten Verhandlungstag, gab er nun zu, dass er bei der Einreise nach Deutschland schon 18 Jahr alt gewesen sei.

Laut einem Altersgutachten, das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben wurde, war der afghanische Tatverdächtige zur Tatzeit sogar schon 22 Jahre alt. Dennoch wird nun vor der Jugendkammer verhandelt.

Mutmaßlicher Mörder von Maria Ladenburger hatte ein schweres Leben

Vor dem Landgericht in Freiburg berichtete Hussein Khavari zunächst über sein schwieriges Leben. Ausführlich beschrieb er seine Reise aus Afghanistan in den Iran, von der Türkei nach Griechenland und schließlich über Serbien und Slowenien nach Deutschland.

Der junge Mann erzählte von einem Leben in Bauruinen, von Essen, das er sich in Griechenland aus dem Müll besorgte, von Diebstahl, von Drogen- und Alkoholkonsum während seiner Zeit bei einer Pflegefamilie in Deutschland als angeblich minderjähriger Flüchtling.

Er leide unter psychischen Problemen, habe Alpträumen und Schlafschwierigkeiten, sagt er vor Gericht. Er habe Stress gehabt, der unter anderem mit Erlebnissen in seinem Heimatland zusammenhänge. „Ich habe sehr viele Probleme, ich habe sehr viele Probleme“, zitiert ihn die B.Z.

Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten sowohl AfD-Anhänger als auch linke Sympathisanten. Der Mord an Maria Ladenburger in Freiburg hatte im vorigen Jahr die Debatte über die Flüchtlingspolitik in Deutschland angeheizt.

Maria Ladenburger (19) war zum Studieren nach Freiburg gekommen. (Foto: Facebook)
Maria Ladenburger (19) war zum Studieren nach Freiburg gekommen. (Foto: Facebook)

Am Dienstag verlas die Staatsanwaltschaft nun die Anklage. Demnach stoppt der junge Flüchtling die arglose 19-Jährige, die in der Nacht nach einer Party nach Hause radelte. Er riss sie vom Rad und begann sofort sie zu würgen. Er biss sie in Brust und Wange.

Anschließend zerrte er die schon halb besinnungslose Frau vom Radweg am Fluss Dreisam auf einen unbeleuchteten Grasstreifen und entkleidete sie. Er würgte sie immer weiter und vergewaltigte sie schließlich mehrere Male.

Laut dem Staatsanwalt ist es ein Wunder, dass Maria Ladenburger da nicht schon tot war. Dann habe Hussein Khavari die hilflose Frau so in das flache Ufergewässer des Flusses Dreisam gelegt, dass das Wasser Mund und Nase des Opfers bedeckte. Die 19-Jährige ertrank.

Nach der Verlesung der Anklage sagte der Staatsanwalt, er wolle nach einem Schuldspruch die Sicherungsverwahrung beantragen. Der Angeklagte blickte zu Boden. Er sei müde, sagte zuvor sein Anwalt. Denn vor der Verhandlung habe er ein starkes Beruhigungsmittel genommen.

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Thomas Breithaupt

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