Berlin Journal

Magazin · Berlin

Reportage

Modeladen nach Angriff Islam-gerecht umdekoriert

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

Teilen: X · E-Mail

Die Angreiferin fand, dass Kopftücher und Unterwäsche nach islamischem Glauben nicht zusammenpassen. Nun hat der Modeladen umdekoriert. (Screenshot: YouTube)
Die Angreiferin fand, dass Kopftücher und Unterwäsche nach islamischem Glauben nicht zusammenpassen. Nun hat der Modeladen umdekoriert. (Screenshot: YouTube)

Eine vollverschleierte Muslimin war in den Modeladen „Ranosh“ gestürmt und hatte die Verkäuferin angegriffen und als Hure und Schlampe beschimpft. Nun hat das Geschäft die aufreizende Unterwäsche aus den Schaufenstern entfernt.

Die Angreiferin fand, dass Kopftücher und Unterwäsche nach islamischem Glauben nicht zusammenpassen. Nun hat der Modeladen umdekoriert. (Screenshot: YouTube)
Die Angreiferin fand, dass Kopftücher und Unterwäsche nach islamischem Glauben nicht zusammenpassen. Nun hat der Modeladen umdekoriert. (Screenshot: YouTube)

Wegen der aufreizenden Unterwäsche in einem Modeladen in Neukölln war eine Nikab-Trägerin auf eine Verkäuferin losgegangen und hatte sie tätlich angegriffen. Die Aktion hatte Erfolg. Denn nun wurde die Auslage in dem Geschäft in der Sonnenallee umdekoriert.

Die Puppen im Schaufenster sind jetzt alle brav und tragen Kopftücher und hochgeschlossene Gewänder. Die aufreizenden Dessous und die Handschellen sind aus dem „Ranosh“ verschwunden. „Wir haben umdekoriert“, zitiert die B.Z. den Geschäftsmann Mahmoud L.

Angriff auf Modeladen in Neukölln

Vor drei Wochen war eine vollverschleierte Frau in seinen Laden gestürmt. Die Nikab-Trägerin, die von einem Mann und einer weiteren Frau begleitet wurde, attackierte die ägyptische Verkäuferin Abu El-A. mit Fäusten und Fingernägeln und beschimpfte sie als Hure und Schlampe. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz gegen die Frau.

Hintergrund des Angriffs war, dass damals noch erotische Unterwäsche neben traditionellen muslimischen Kleidungsstücken in der Auslage lag. Nach Ansicht der Angreiferin passen Kopftücher und Unterwäsche nach islamischem Glauben nicht zusammen.

Der Ladenbesitzer konnte die Frau mithilfe eines Fotos identifizieren, dass ihm Kripobeamte zeigten. Denn bei dem Angriff war der Angreiferin der Schleier verrutscht, sodass ein Halstattoo und ein Nasenring zu sehen waren. Auch ihr Handy und einen Handschuh hatte sie in dem Gerangel verloren.

Die Täterin Monika (28) aus Wedding ist eine Deutsch-Polin. Sie spricht fließend arabisch und bekennt sich zum Islam. In Sicherheitskreisen ist die Frau schon wegen anderer Attacken bekannt, derentwegen sie derzeit 920 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten muss.

Die Muslimin sagt, dass sie selbst Dessous zu Hause habe und dass sie nicht mit Vorsatz in den Modeladen gestürmt sei. Mehr will sie nicht sagen. „Ich habe auch bei der Polizei keine Aussage gemacht.“

Comments

comments

Berlin · Erotik · Islam · Kopftücher · Mode · Modeladen · Muslime · Neukölln · Polen · Sex

Weiterlesen

Alle Beiträge →

Newsletter

Berlin und die Wirtschaft in einem Brief

Die wichtigsten Geschichten aus Berlin, Deutschland und der Wirtschaftswelt — kompakt im Postfach.

Jederzeit abbestellbar. Kein Spam.