Reportage
Messerstiche und verlorene Zähne am Alexanderplatz
Die Polizei hat drei junge Afghanen festgenommen, die am Alexanderplatz einen Landsmann mit Messerstichen verletzt und ihm Zähne ausgeschlagen haben sollen. Das Opfer wollte offenbar eine junge Frau schützen.

Nach umfangreichen Ermittlungen nahm die Polizei am Dienstag drei verdächtige Afghanen im Alter von 17, 18 und 20 Jahren fest. Sie sollen am Montagabend am Alexanderplatz einen 23-jährigen Landsmann mit Messerstichen am Rücken verletzt haben, wie die Polizei mitteilte.
Außerdem soll einer der drei verdächtigen Afghanen dem Opfer einen heftigen Kopfstoß ins Gesicht versetzt haben, bei dem es mehrere Zähne verlor. Der Verletzte musste im Krankenhaus behandelt werden, konnte aber inzwischen wieder entlassen werden.
Der Grund für den Angriff war offenbar ein Streit zwischen den Afghanen. Einer der drei mutmaßlichen Täter soll nach ein Mädchen oder eine junge Frau belästigt haben, zitiert die Berliner Zeitung eine Polizeisprecherin.
Daraufhin soll das spätere Opfer eingegriffen haben, um die junge Frau zu beschützen. In den Streit mischte sich dann auch noch eine Gruppe von etwa 30 Männern ein. Im Lauf der Auseinandersetzungen kam es dann zu den Messerstichen und zum Zahnverlust.
Probleme am Alexanderplatz sind bekannt
Schon seit längerem versammeln sich am Alexanderplatz zwischen dem Fernsehturm und dem Neptunbrunnen am Abend große Gruppen junger Flüchtlinge aus arabischen Ländern. Immer wieder kommt es zu Streitereien und Messerstechereien und anderen Gewaltausbrüchen.
Die Polizei kontrolliert dort inzwischen regelmäßig mit einem größeren Aufgebot an Beamten. Auch wurden zwischen Fernsehturm und Neptunbrunnen große Scheinwerfer aufgestellt, um den Bereich mit den arabischen Flüchtlingen im Dunkeln besser einsehen zu können.
Im September gab es dort mehrfach Massenschlägereien und Messerstechereien, an denen jeweils etwa 30 Männer aus Afghanistan, Pakistan und Syrien beteiligt waren. Die Migranten setzten dabei Messer und Reizgas ein.
Auch Übergriffe gegen Frauen sind schon öfter vorgekommen. Der Senat und die Polizei wollen den Alexanderplatz wie andere Gefahrenorte künftig verstärkt mit Videokameras überwachen. Zudem wird derzeit nahe der Weltzeituhr eine kleine Polizeiwache gebaut.


