Reportage
Angela Merkel in Wolgast mit Tomaten beworfen
Bei einem Wahlkampfauftritt in Wolgast in Vorpommer wurde das Auto von Angela Merkel mit Tomaten beworfen. Immer wieder riefen die Demonstranten vor Halle „Hau ab!“ und auch drinnen gab es Zwischenrufe.
Etwa 150 Demonstranten begrüßten Angela Merkel bei einem Wahlkampfauftritt am Freitagabend in Vorpommern mit Pfiffen und Buhrufen. Das Auto der Bundeskanzlerin wurde bei der Einfahrt zu der Veranstaltungshalle in Wolgast mit Tomaten beworfen. Immer wieder riefen Demonstranten: „Hau ab!“
Angela Merkel sagte vor mehreren hundert Zuhörern: „Da gibt es einige, die pfeifen und schreien. Ich glaube nicht, dass das ausreicht, um Deutschland voranzubringen.“ Doch auch in der Halle gab es vereinzelte Zwischenrufe wie „Wo ist das Christliche in ihrer Partei?“, berichtet die Frankfurter Allgemeine.
Am Freitagnachmittag hatte Angela Merkels zuvor auch in einer Sporthalle in Strasburg geredet. Zwar wurde ihre Rede hier nur einmal kurz von Pfiffen und „Merkel muss weg“-Rufen unterbrochen. Doch vor der Halle protestierten dort etwa 25 Linke und einige NPD-Vertreter.
Wolgast und Strasburg (Uckermark) gehören zum Bundeswahlkreis „Mecklenburgische Seenplatte I – Vorpommern-Greifswald II“, wo die AfD bei der Landtagswahl vor einem Jahr drei Direktmandate gewann und auch jetzt wieder auf ein hohes Abschneiden hoffen kann.
Merkel war bereits bei einem Wahlkampfauftritt am Dienstag in Heidelberg mit Tomaten beworfen worden. Auch am Mittwoch wurde dann im sächsischen Torgau die gesamte Rede der CDU-Vorsitzenden mit Buhrufen, Pfiffen und Hupen massiv gestört. Zudem hielten die Menschen Plakate wie „Schnauze voll“ und „Grenzen dicht“.


