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Reportage

Unbekannte werfen zwei Tomaten auf Merkel

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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In Heidelberg haben Unbekannte zwei Tomaten auf Merkel geworfen. (Screenshot: YouTube)
In Heidelberg haben Unbekannte zwei Tomaten auf Merkel geworfen. (Screenshot: YouTube)

Bei einem CDU-Wahlkampfauftritt in Heidelberg haben Unbekannte zwei Tomaten auf Angela Merkel geworfen. Zwar wurde die Bundeskanzlerin mit viel Beifall gefeiert. Doch einige Demonstranten riefen auch „Volksverräter“.

In Heidelberg haben Unbekannte zwei Tomaten auf Merkel geworfen. (Screenshot: YouTube)
In Heidelberg haben Unbekannte zwei Tomaten auf Merkel geworfen. (Screenshot: YouTube)

Am Dienstag wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Wahlkampfauftritt in Heidelberg mit zwei Tomaten beworfen. Einige Spritzer trafen sie an der linken Hüfte. Ihre Rede auf dem Universitätsplatz hatte sie zu diesem Zeitpunkt bereits beendet.

Auch die neben ihr stehende Moderatorin der CDU-Veranstaltung, Claudia von Brauchitsch, bekam etwas ab. Angela Merkel reichte ihr daraufhin ein Taschentuch. Wer die Tomaten geworfen hatte, war zunächst unklar.

Zwar wurde Merkel den Veranstaltern zufolge von rund 3.000 Menschen mit viel Beifall gefeiert. Doch am Rande der etwa 40-minütigen Veranstaltung gab es auch Demonstranten, die den Auftritt mit Trillerpfeifen und Rufen wie „Volksverräter“, „Heuchler“ und „Lügner“ begleiteten.

Ermittlungen wegen zwei Tomaten

Die Polizei bestätigte zwei zeitlich voneinander getrennte Tomatenwürfe Richtung Bühne. Es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden wegen Verdachts der versuchten Körperverletzung und versuchten Sachbeschädigung, zitiert die WELT einen Sprecher.

Zudem habe es kleinere Rangeleien zwischen Gegnern und Anhängern von Bundeskanzlerin Angela Merkel gegeben. Von sechs Beteiligten seien daraufhin die Personalien festgestellt worden.

Die Kanzlerin lobte in ihrer Rede die vielen Menschen in Deutschland, die sich für Flüchtlinge einsetzten. Dies sei ein „tolles Stück humanitärer Hilfe“. Im Hinblick auf die Rolle der Bundesregierung sagte sie:

Wenn wir einen Fehler gemacht haben, dann nicht in der Aufnahme von Menschen, sondern dass wir nicht aufgepasst haben, dass Menschen in Jordanien, im Libanon, in der Türkei und in Syrien nichts zu essen hatten, keine Bildung bekamen und sich in die Hände von Schleppern und Schleusern begeben haben, weil sie weder ein noch aus wussten.

Gleichwohl dürfe sich „2015 nicht wiederholen“, sagte Merkel. Zuletzt war die Kanzlerin auch bei Wahlkampfauftritten in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt und in Annaberg-Buchholz in Sachsen mit Pfeifkonzerten empfangen worden.

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