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Merkel: Der Limes konnte Migranten nicht stoppen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Angela Merkel berichtet dem mexikanischen Präsidenten aus der römischen Geschichte, wo der Limes die Migranten nicht habe aufhalten können. (Screenshot: YouTube)
Angela Merkel berichtet dem mexikanischen Präsidenten aus der römischen Geschichte, wo der Limes die Migranten nicht habe aufhalten können. (Screenshot: YouTube)

Bei ihrem Staatsbesuch in Mexiko hat Angela Merkel den Gegnern offener Grenzen das Studium der Geschichte nahegelegt. Sowohl die Chinesische Mauer als auch der römische Limes hätten die Migration nicht aufhalten können.

Angela Merkel berichtet dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto aus der römischen Geschichte. Damals habe der Limes die Migranten nicht aufhalten können. (Screenshot: YouTube)
Angela Merkel berichtet dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto aus der römischen Geschichte. Damals habe der Limes die Migranten nicht aufhalten können. (Screenshot: YouTube)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihrem Staatsbesuch am Samstag in Mexiko gegen das Errichten von Mauern ausgesprochen.

Natürlich ist das Wichtigste, Fluchtursachen vor Ort erst einmal zu bekämpfen. Das heißt, das Errichten von Mauern und die Abschottung wird das Problem nicht lösen, sondern man muss ganz klar versuchen, zumindest die Aussicht auf Verbesserung des Lebens auch in anderen Ländern durch Hilfe, durch Entwicklungszusammenarbeit, durch Chancen hinzubekommen.

Zudem habe die Geschichte gezeigt, dass man mit der Verbesserung von Grenzanlagen die illegale Migration nicht aufhalten kann, so Angela Merkel. Das kann man etwa in China mit der chinesischen Mauer und in der Geschichte des Römischen Reiches studieren.

Nur wenn große Imperien im Grunde es geschafft haben, mit ihrer Nachbarschaft vernünftige Beziehungen aufzubauen und die Wanderungsbewegung zu steuern, nur dann ist das erfolgreich gewesen. Ansonsten wird das aus meiner Sicht nicht erfolgreich sein.

Zudem würde es nach Ansicht von Angela Merkel den Menschenhändlern die Geschäftsgrundlage entziehen, wenn man die Grenzen öffnet. Denn wenn man legal über die Grenze gelangen kann, dann braucht man keine Schlepper.

Man muss natürlich den illegalen Schleppern und Menschenhändlern auch das Handwerk legen, weil damit sehr viel Geld in ein System kommt, das Korruption fördert, dass auf den Knochen von Menschen sich ausbreitet, dass oft sehr verbunden ist auch mit der organisierten Kriminalität des Drogenschmuggels. Und deshalb ist die erste Aufgabe zwischen den Staaten zu versuchen, aus Illegalität Legalität zu machen.

In Umfragen zeigt sich, dass derzeit zwei Drittel der Deutschen mit der Politik von Angela Merkel zufrieden sind. Sie ist die beliebteste Politikerin des Landes. Und die Unionsparteien sind in Wahlumfragen derzeit so stark wie zuletzt vor der Öffnung der Grenzen im September 2015.

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