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Reportage

Merkel empfiehlt Deutschen mehr Bildungsurlaub in arabischer Welt

Von Thomas Breithaupt · · 4 Min. Lesezeit

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte gestern in ihrem Videopodcast, zu Reisen warum sie Reisen nach Arabien empfiehlt: "Wir wissen, dass es in diesen Ländern zum Teil eine sehr große Arbeitslosigkeit gibt, und deshalb ist der Tourismus natürlich eine Wachstumsbranche und eine Branche, die Menschen auch Zukunftsperspektiven eröffnet. Zum anderen ist es so, dass auch wir mehr über die Zusammenhänge verstehen". (Screenshot: Vidopodcast Bundeskanzlerin)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte gestern in ihrem Videopodcast, zu Reisen warum sie Reisen nach Arabien empfiehlt: "Wir wissen, dass es in diesen Ländern zum Teil eine sehr große Arbeitslosigkeit gibt, und deshalb ist der Tourismus natürlich eine Wachstumsbranche und eine Branche, die Menschen auch Zukunftsperspektiven eröffnet. Zum anderen ist es so, dass auch wir mehr über die Zusammenhänge verstehen". (Screenshot: Vidopodcast Bundeskanzlerin)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte gestern in ihrem Videopodcast, zu Reisen warum sie Reisen nach Arabien empfiehlt: "Wir wissen, dass es in diesen Ländern zum Teil eine sehr große Arbeitslosigkeit gibt, und deshalb ist der Tourismus natürlich eine Wachstumsbranche und eine Branche, die Menschen auch Zukunftsperspektiven eröffnet. Zum anderen ist es so, dass auch wir mehr über die Zusammenhänge verstehen". (Screenshot: Vidopodcast Bundeskanzlerin)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte gestern in ihrem Videopodcast, warum sie Reisen nach Arabien empfiehlt: „Wir wissen, dass es in diesen Ländern zum Teil eine sehr große Arbeitslosigkeit gibt, und deshalb ist der Tourismus natürlich eine Wachstumsbranche und eine Branche, die Menschen auch Zukunftsperspektiven eröffnet. Zum anderen ist es so, dass auch wir mehr über die Zusammenhänge verstehen“. (Screenshot: Vidopodcast Bundeskanzlerin)

Um „mehr über die Zusammenhänge“ zu verstehen, empfiehlt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Deutschen mehr Bildungsurlaub in der arabischen Welt.

Vor dem 20. Tourismusgipfel des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft am morgigen Montag (26. September 2016) in Berlin empfahl die Bundeskanzlerin mehr Reisen in die arabische Welt. In ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast „Die Kanzlerin direkt“ motivierte sie Urlauber, sich bei Aufenthalten in der Region näher mit der Geschichte und Entwicklung der Länder zu befassen.

Man erfahre so „mehr über die Zusammenhänge“ zwischen den arabischen Staaten und Europa, man würde so auch die Situation in den Ländern besser verstehen – während man zugleich den wirtschaftlich wichtigen Fremdenverkehr im Nahen Osten fördere.

Wörtlich sagte die Bundeskanzlerin zu Reisen in die arabische Welt:

„Insgesamt ist es natürlich so, dass das Sprichwort ‚Reisen bildet‘ immer noch gilt, und gerade Aufenthalte im Ausland, auch vielleicht in etwas ferneren Regionen, helfen dazu natürlich, die Globalisierung besser zu verstehen, die Situation der Menschen in anderen Ländern besser zu verstehen. Deshalb ist es durchaus empfehlenswert, auch mal Erkundungen außerhalb unseres eigenen Landes zu machen.“

Alessa Busch, Studentin aus Aachen, fragte in dem Podcast: „Reisen in andere Länder bieten ja auch immer einen Einblick in die Kultur des Gastlandes. Auch das ist ein Thema des Tourismusgipfels. Inwiefern kann der Tourismus – speziell auch im arabischen Raum – als Basis für den kulturellen Austausch zur gegenseitigen Verständigung hierzulande beitragen?“

Bundeskanzlerin Merkel: „Reisen von Menschen aus Deutschland zum Beispiel in arabische Länder haben natürlich zwei Effekte: Einmal hilft das diesen Ländern wirtschaftlich; wir wissen, dass es in diesen Ländern zum Teil eine sehr große Arbeitslosigkeit gibt, und deshalb ist der Tourismus natürlich eine Wachstumsbranche und eine Branche, die Menschen auch Zukunftsperspektiven eröffnet. Zum anderen ist es so, dass auch wir mehr über die Zusammenhänge verstehen; zum Teil auch über die alten historischen Verbindungen, die es schon immer zwischen Europa und auch dem arabischen Raum gab. Deshalb kann ich nur jeden ermutigen, der in arabische Länder fährt, dass man sich einfach auch ein Stück weit mit der Geschichte und der Entwicklung dieser Länder beschäftigt und dabei ganz sicher immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt.“

Zu Sorgen um Terroranschläge meinte die CDU-Chefin:

„Die Bundesregierung, hier insbesondere das Auswärtige Amt, hat permanent Reisehinweise für Menschen. Die werden sehr sorgfältig abgewogen: Es werden die Situationen in den einzelnen Ländern, die Reiseziele sein könnten, sehr genau beobachtet. Es wird dort natürlich auch durch unsere Botschaften vor Ort recherchiert: Wie ist die Lage? Und deshalb empfehle ich allen, die ins Ausland reisen und vielleicht Sorgen haben, einfach diese Reisehinweise sehr gut zu lesen.“

Merkel wird am Montagnachmittag zu einer Rede beim Tourismusgipfel erwartet. Sie zeigte sich vorab von der guten Entwicklung des heimischen Tourismus überzeugt. Viele Menschen machten auch im Inland Urlaub und entdeckten „die deutsche Heimat sozusagen von Neuem“.

Zur Werbung der Bundeskanzlerin, Urlaub im Nahen Osten zu machen, erklärt der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland gegenüber Berlin Journal: „Die Kanzlerin empfiehlt den Deutschen Bildungsreisen in den Nahen Osten und nach Arabien. ‚Reisen bildet‘, sagt sie. Man könne so die Kultur und die Geschichte der Länder besser kennen lernen und sie gleichzeitig wirtschaftlich unterstützen.

Offenbar möchte Frau Merkel, dass die Deutschen sich schon mal einen Eindruck von öffentlichen Auspeitschungen, Steinigungen und Enthauptungen machen, wie sie in Saudi-Arabien an Christen, Homosexuellen und sogenannten Ehebrecherinnen vollzogen werden. Als solche gelten übrigens mitunter auch verheiratete Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung geworden sind.

Dort können die Deutschen dann lernen, welches kulturelle Wertesystem im Namen von Multikulti auch in ihrer Heimat in Bälde zu tolerieren ist.

Vielleicht wäre es gut, wenn Frau Merkel selber mal eine derartige Bildungsreise unternehmen würde. Möglicherweise könnte uns das einige dieser realitätsfernen Kanzlerinnentipps ersparen.“

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Thomas Breithaupt

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