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Islamischer Staat im Besitz von syrischen Pässen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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IS-Kämpfer könnten in Deutschland gefälschte syrische Pässe verwenden. (Screenshot: YouTube)
IS-Kämpfer könnten in Deutschland gefälschte syrische Pässe verwenden. (Screenshot: YouTube)

Der Islamische Staat hat in den Wirren des Kriegs 11.100 syrische Pässe gestohlen. Nun fahnden die Behörden nach den Dokumenten. Es droht die Gefahr, dass IS-Kämpfer mithilfe der Dokumente nach Deutschland einreisen.

IS-Kämpfer könnten in Deutschland gefälschte syrische Pässe verwenden. (Screenshot: YouTube)
IS-Kämpfer könnten in Deutschland gefälschte syrische Pässe verwenden. (Screenshot: YouTube)

In den Wirren des Kriegs in Syrien hat der Islamische Staat 11.100 syrische Blanko-Pässen gestohlen. Nun fahnden die deutschen Sicherheitsbehörden nach den Ausweisdokumenten, wie auch vertraulichen Unterlagen des Bundeskriminalamts, des Bundesinnenministeriums und des Bundespolizeipräsidiums hervorgeht.

BILD-Reporter Maximilian Kiewel hat gezeigt, dass es tatsächlich möglich ist, sich einen Pass der Arabischen Republik Syrien zu besorgen. Er selbst hat sich im Rahmen seiner Recherchen einen Pass mit dem Namen Mahmoud Darwish, der Nationalität Syrer, dem Geburtsort Homs und einem eigenen Passbild anfertigen lassen.

Gefälschte syrische Pässe entdeckt

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat für das Jahr 2015 in Deutschland insgesamt 18.722 Pässe wegen Auffälligkeiten nachträglich überprüfen lassen. Dabei entdeckten die Beamten 800 Fälschungen. Das entspricht 4,3 Prozent aller geprüften syrischen Ausweisdokumente.

Bis Ende Oktober letzten Jahres wurden dann weitere 81.301 Dokumente wegen Auffälligkeiten überprüft. Unter diesen geprüften Pässen wurden insgesamt 8.625 Fälschungen erkannt, berichtet die BILD am Sonntag. Das entspricht mehr als 10,6 Prozent der geprüften Dokumente.

Die Sicherheitsbehörden fahnden auch deshalb nach den Pässen, weil das Risiko besteht, dass der Islamische Staat seine Kämpfer mithilfe der erbeuteten Dokumente nach Deutschland einschleusen könnte. Allein im August gaben 3.893 Asylsuchende an, dass sie aus Syrien kommen.

Laut Angaben des Terror-Experten Malte Roschinski sind die Seriennummern der syrischen Blanko-Pässe durch Informationen von Geheimdiensten bekannt. Regelmäßige Passkontrollen könnten dabei helfen, die gefälschten Dokumente zu erkennen.

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