Brexit kostet die Deutschen 1 Milliarde Euro

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Nach Ansicht von EU-Haushaltskommissars Günther Oettinger müssen sich die deutschen Steuerzahler wegen des Brexit auf zusätzliche Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro einstellen. Es könnte aber auch mehr werden.

Günther Oettinger Brexit Kosten
Günther Oettinger erwartet Kosten für Deutschland in Höhe von 1 Milliarde Euro. (Screenshot: YouTube)

Wegen des Brexit müssen sich die deutschen Steuerzahler auf massive Mehrbelastungen gefasst machen. Denn die verbleibenden EU-Mitglieder müssen das fehlende Geld aus Großbritannien im EU-Haushalt ausgleichen.

Großbritannien ist eins der zwölf EU-Mitglieder, die mehr einzahlen, als sie herausbekommen. Der größte Nettozahler im Jahr 2015 war Deutschland mit 14,3 Milliarden Euro, vor Großbritannien mit 11,5 Milliarden Euro und Frankreich mit 5,5 Milliarden Euro.

In den letzten Jahren zahlte Großbritannien im Schnitt rund acht Milliarden Euro pro Jahr mehr in den EU-Haushalt ein, als es an Zahlungen aus Brüssel zurücküberwiesen bekam, sagte Günther Oettinger der Bild am Sonntag. Woher soll das Geld nun kommen?

Es gibt zwei Extremszenarien: Wenn der Haushalt gleich bleiben sollte, müssten die anderen einspringen. Wenn wir den Haushalt um den Briten-Beitrag kürzen, dann nicht.

Eine dritte Option läge dazwischen: Sollte es dazu kommen, könnten auf Deutschland Mehrkosten von beispielsweise einer Milliarde Euro zukommen.

Aber das wäre vertretbar, wenn man wüsste, dass die EU mit dem Binnenmarkt und mit gemeinsamen Standards einen großen Vorteil für die europäische – und damit für die deutsche – Wirtschaft ist.

Der Einführung von Steuern, die von der EU selbst festgesetzt und eingetrieben werden, erteilte Günther Oettinger eine Absage.

Wir wollen keine eigene Steuer und schon gar keine Einnahmequelle, die on top dazukommt. Wir wollen das jetzige System weiterentwickeln, bei dem jeder Mitgliedsstaat einen bestimmten Prozentsatz des Bruttonationaleinkommens an uns überweist.

Der Haushaltskommissar schlägt vor, dass etwa jeder Mitgliedstaat einen bestimmten Prozentsatz des Bruttonationaleinkommens nach Brüssel überweisen muss. Und er hat auch Ideen, woher das Geld für die EU kommen soll.

Dafür könnte man einen Teil der CO2-Steuer an die EU abführen oder einen Teil der Finanztransaktionssteuer, sollte sie von den Mitgliedstaaten beschlossen werden. Der Prozentsatz-Beitrag würde dementsprechend gekürzt.

Möglicherweise ist jedoch die gesamte Diskussion über die künftige Finanzierung der EU hinfällig. Denn wenn Marine Le Pen die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewinnt und ihr Land aus der EU herausführt, dann sollte auch Deutschland austreten, sagt Ex-Verfassungsrichter Hans-Jürgen Papier. Ein Fortbestand der EU hätte dann politisch keinen Sinn.

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74 KOMMENTARE

  1. Das ist doch super… nur 1 Milliarde Euro 🙂

    Wenn ich das mit den Kosten für unsere Asylanten vergleiche, dann könnten wir uns pro Jahr knapp 40 Brexits leisten!

    Ein weiterer Vorteil… es gab bislang noch keine Briten, die vor dem Kölner Dom randaliert und Frauen belästigt haben!

    So gesehen, sind die Briten ein echtes Schnäppchen!

    • Sorry : es sind pro Jahr 40 Mrd.€ aus Bund, Ländern und Gemeinden für Wirtschaftsmigranten. Der Begriff Flüchtlinge trifft ja wohl nur auf eine kleine Minderheit zu.

    • Ingo Wh obwohl es ja völlig egal ist, wie man die Menschen nennt. Abgewiesene Asylanten werden ja bekanntlich geduldet und wer hier drin ist, der hat erstmal ausgesorgt.

      Wie wir seit einiger Zeit wissen, scheint es ja auch üblich zu sein mehrfach Sozialleistungen ungestraft abzugreifen, die unsere rücksichtsvollen Behörden nichtmal zurückfordern.

    • Ihr rechnet ja alle wie Wessis…. als ob die jährlichen Flüchtlingskosten jedes Jahr gleich sind ..:) oder denkt ihr die 300000 Neubürger von 2014 erarbeiten ihren Lebensunterhalt aktuell schon von alleine? Von 2015 ganz zu schweigen..:( PS.Wo Mutti&Schäuble in ganze Kohle hernehmen ist mir natürlich auch ein Rätsel…das kann doch nicht alles wegen der Zinspolitik sein….

  2. Ich freue mich schon, wenn in Holland und Frankreich Wahlen sind. Sollten die Rechten gewinnen, dann ist Deutschland auch raus, denn alleine können die die ganzen Summen nicht Stämmen. Ja und wer Milliarden für Illegaler Einwanderer hat, dem macht diese eine Milliarden auch nichts mehr oder….

  3. Dann müssen die Befürworter der EU finanziell etwas kürzen treten, als Schadenersatz wäre die Hälfte ihres Gehaltes sicher angemessen, denn die EU hatte nie Zukunftschancen unter den derzeitigen geldgeilen Politikern

  4. Es summiert sich in der Addition und der angestrebte ausgeglichene Haushalt muß über neue Schulden, oder Steuern gegenfinanziert werden, dieses bringt uns diese Regierung zum Anlass bei den Wahlen umzudenken!!

  5. England wird der Brexit weit mehr kosten. Die Folgen sind schon zu sehen… und wer jammert zuerst? Die, die dafür gestimmt haben und ihr Export Geschäft jetzt wegbricht! Habe schon Aufträge von GB nach Tschechien abwandern sehen… und da folgt mehr. Sollen die bescheuerten Insulaner doch zeigen, wie sie damit fertig werden. Jahrhunderte lang die Kolonien geplündert und jetzt keine Ausländer mehr haben wollen?

  6. Der Mann hat ja von allem Ahnung. Sein allumfassendes Wissen lässt er, um sich mal wieder ins Rampenlicht zu rücken, wie jeder kluger Politiker, zu Wahlzeiten aus dem Sack. Dabei ist die Wildsau noch gar nicht erlegt.

  7. die EU funktioniert aber anders, es geht doch gar nicht um die Differenz von Einzahlung und Auszahlung.
    Die Schweiz hatte mal in Erwägung gezogen Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft hätte keine 5 Mrd. gekostet – also MWSt. um 2 Punkte rauf, 5 Mrd. nach Brüssel überweisen und gut.
    Die Rechnung hätte aber so ausgesehen:
    Mehrwertsteuer auf 20% erhöhen, 50 Mrd. nach Brüssel überweisen, anschließend 45 Mrd. zurückerhalten von denen aber nicht Bern sondern Brüssel entscheidet für was es ausgeben wird.

  8. So ein Blödsinn Griechenland , Spanien und die anderen kleinen Länder haben doch so schon keine Kohle. Wenn Frankreich auch noch austritt dann zahlen wir noch mehr.Dann muß ebend gekürzt werden denn wenn ich ich 2 Stunden weniger arbeite zahlt mir mein Chef auch nicht den ausgleich sondern für 2 Szd weniger. Punkt.

  9. Und wenn es eine Milliarde kostet, England ist immer noch unser Europischer Nachbar. Anders die Asylanten die sich hier ausruhen und zig Milliarden kosten, und Horror und Terror im Land verbreiten.

  10. ….wenn man überlegt wie viele Milliarden die Flüchtlinge dem Steuerzahler kosten ist das doch ein Tropfen auf dem heissen Stein und zu verantworten haben das unsere etablierten Politiker.

  11. Joschka Fischer, Bündnis90/Die Grünen:

    „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal
    verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

  12. Das schaffen wir! Werden mal wieder ein paar Prozent von der Renten gestrichen, neue Steuern erhoben usw. Wir blöden Schaffer halten ja still! Aber nicht mehr lange! Es wird bald rappeln! Und dann sollen Kopfe bei unserer Elite!

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