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EU siedelt 50.000 Afrikaner nach Europa um

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Da die illegale Migration zu gefährlich ist, öffnet die EU-Kommission einen legalen Weg, um Afrikaner nach Europa zu holen. (Screenshot: YouTube)
Da die illegale Migration zu gefährlich ist, öffnet die EU-Kommission einen legalen Weg, um Afrikaner nach Europa zu holen. (Screenshot: YouTube)

Die EU-Kommission will bis 2019 mindestens 50.000 Afrikaner nach Europa holen. Mit dieser legalen Umsiedlung will die Brüsseler Behörde die gefährliche illegale Migration bekämpfen.

Da die illegale Migration zu gefährlich ist, öffnet die EU-Kommission einen legalen Weg, um Afrikaner nach Europa zu holen. (Screenshot: YouTube)
Da die illegale Migration zu gefährlich ist, öffnet die EU-Kommission einen legalen Weg, um Afrikaner nach Europa zu holen. (Screenshot: YouTube)

Damit nicht so viele Migranten illegal einreisen müssen, will die EU-Kommission in den kommenden zwei Jahren ganz legal mindestens 50.000 Interessenten aus Niger, dem Sudan, dem Tschad oder Äthiopien nach Europa umsiedeln. Dies teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

Es müsse Alternativen zur gefährlichen irregulären Einreise geschaffen werden, zitiert die WELT den EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos. Und weiter: „Deshalb sind mehr Möglichkeiten zur legalen Einreise unbedingt notwendig – sowohl zum Schutz von Menschen als auch zu Studien- oder Beschäftigungszwecken.“

Die Aufnahmestaaten sollen pro Migrant mit 10.000 Euro aus dem EU-Budget entschädigt werden. Mit anderen Worten heißt das, für jeden Migranten aus Afrika, den die Mitgliedsstaaten Brüssel abnehmen, erhalten sie ein wenig von dem Geld zurück, das sie zuvor an die EU gezahlt haben.

Wer bezahlt die Umsiedlung der Afrikaner nach Europa?

Insgesamt will die EU-Kommission für die Umsiedlung der Afrikaner nach Europa 500 Millionen Euro ausgeben. Sie schafft damit einen neuen Rahmen für die Aufnahme von Migranten direkt aus Drittländern. Unter dem bisherigen Mechanismus haben die EU-Staaten seit Juli 2015 rund 23.000 Menschen aufgenommen.

Die EU-Kommission betrachtet ihre Migrationspolitik der letzten beiden Jahre als einen Erfolg. Denn es gebe heute weniger Anreize zur illegalen Migration. Zudem seien die Grenzen heute besser geschützt.

In den Jahren 2014 und 2015 verließen nach Zahlen der EU-Grenzschutzagentur Frontex nur 36 Prozent aller ausreisepflichtigen Migranten die EU auch tatsächlich. Nach Schätzungen des Pew-Instituts sind 97 Prozent der Menschen, die 2015 und 2016 einen Asylantrag gestellt haben, in der EU geblieben.

Die Umverteilung von Flüchtlingen aus Italien und Griechenland in andere europäische Länder hat die EU ihr selbst gesetztes Ziel verfehlt. Im September 2015 hatte eine Mehrheit von EU-Staaten eigentlich beschlossen, bis zu 120.000 Migranten binnen zwei Jahren auf andere Länder umzuverteilen.

Doch die geplante Umverteilung innerhalb der EU ist nur bei etwas mehr als 29.000 Menschen gelungen. Offenbar haben manche Regierungen Zweifel daran, dass die Migranten eine Bereicherung sein könnten. Daher warten nun mindestens 10.000 Migranten in Griechenland und Italien auf ihre Weiterreise in andere EU-Staaten.

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