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Freiwillige Helfer hetzen Migranten in Idomeni auf

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Freiwillige Helfer hetzen Migranten in Idomeni auf
Auch zu den Migranten-Krawallen am Sonntag sollen freiwillige Helfer aufgerufen haben. (Screenshot: YouTube/RT)

Nach Ansicht der griechischen Polizei hetzen freiwillige Helfer und Aktivisten die Migranten in Idomeni dazu auf, dass sie die mazedonische Grenze stürmen.

Freiwillige Helfer hetzen Migranten in Idomeni auf
Auch zu den Migranten-Krawallen am Sonntag sollen freiwillige Helfer aufgerufen haben. (Screenshot: YouTube/RT)

Unter den Migranten im griechischen Grenzort Idomeni kursieren am Dienstag erneut Gerüchte, wonach sich die Grenze zu Mazedonien  öffnen könnte. Die griechische und die mazedonische Polizei sind in Alarmbereitschaft versetzt worden, berichtet der griechische TV-Sender Skai. Acht Menschen seien am Dienstag bereits festgenommen worden

Die Sicherheitskräfte seien überzeugt, dass freiwillige Helfer und politische Aktivisten hinter diesen erneuten Gerüchten stecken. Die Polizei kontrolliere die Ausweise von Helfern. Mehr könne sie aber nicht machen. Denn die Gerüchte verbreiteten sich von Mund zu Mund.

Aktivisten wollen Migranten aus Idomeni nach Deutschland schleusen

„Die NGOs sind in Idomeni wie Pilze aus dem Boden geschossen“, sagt der Bürgermeister des griechischen Grenzorts. Mindestens 16 Nichtregierungsorganisationen seien dort direkt vor Ort. Wenn man aber die weitere Umgebung mit einbeziehe, dann seien es mindestens 36 derartige Gruppen.

Ziel der Aktivisten ist es, möglichst viele Migranten nach Europa zu schleusen. Mitte März gelang es ihnen bereits mithilfe von arabischen Flugblättern, rund 2.000 Migranten durch eine Lücke in den Grenzanlagen etwa fünf Kilometer westlich von Idomeni zu führen. Damals gelang es Mazedonien, die Eindringlinge einzufangen und zurück nach Idomeni zu befördern.

Im Lager von Idomeni verharren nun immer noch mehr als 11.000 Migranten. Sie hoffen weiterhin darauf, dass die Balkanroute wieder geöffnet wird und dass sie über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien nach Österreich oder Deutschland weiterfahren können.

Migranten-Ansturm am Sonntag abgewehrt

Am Sonntag hatte ein Flugblatt in arabischer Sprache die Migranten erneut zu einem Ansturm auf die mazedonische Grenze aufgerufen. Daraufhin bewarfen vermummte Migranten die mazedonischen Grenzpolizisten mit Steinen (auch unter Verwendung von Steinschleudern) und beschädigten den Grenzzaun.

Die mazedonische Polizei konnte verhindern, dass die Migranten die Grenze überqueren. Sie setzte dazu Tränengas und angeblich auch Gummigeschosse ein. Trotz der erheblichen Gewaltbereitschaft seitens der Migranten, war der Einsatz von Schusswaffen bisher nicht erforderlich.

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Thomas Breithaupt

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