Reportage
Migranten auf Lesbos legen Feuer, werfen Steine
Im Migrantenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos haben junge Schwarzafrikaner die Polizei mit Steinen angegriffen. Zuvor hatten sie Brände gelegt, um gegen ihre Rückführung in die Türkei zu protestieren.

Fast täglich machen die Schwarzafrikaner und Araber im Migrantenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos Probleme. Wiederholt haben Migranten hier Brände gelegt. Auch unter den Bewohnern selbst kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen.
Am Dienstag musste die Polizei daher gleich zweimal in das Lager anrücken. Als die Polizisten ankamen, wurden sie von den jungen männlichen Schwarzafrikanern und Arabern mit Steinen beworfen. Zudem legten die sie Brände und schlugen Autofenster ein.
Zuvor hatten einige Migranten ihre Zelte in Brand gesetzt. Mit den Gewalttaten wollen sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen, dass die Griechen ihre Asylanträge schneller bearbeiten sollten. Zudem fordern sie von den Griechen bessere Lebensbedingungen.
Neben den Bränden in der Unterkunft, fing am Dienstag auch eine Oliven-Plantage Feuer. Neben Feuerwehrwagen kam auch ein Löschflugzeug zum Einsatz. Inzwischen hat sich die Lage wieder beruhigt, berichtet das Neue Deutschland.


