Reportage
Fake News: CNN produziert gestellte Szene mit Muslimen
Der TV-Sender CNN hat offenbar eine Szene aufführen lassen, in der Muslime gegen ISIS demonstrieren. Diese gestellte Szene wurde dem Fernsehzuschauer dann als eine echte Demonstration präsentiert.
Offenbar hat der amerikanische TV-Sender CNN einen Tag nach dem islamistischen Terroranschlag im Zentrum von London eine Szene gestellt, in der Muslime Schilder mit Aufschriften wie „ISIS wird verlieren“ hochhalten. Die Moderatorin nennt es eine „wunderbare Szene“.
Die Journalisten geben der kleinen Gruppe von platzierten Demonstranten Anweisungen, wie sie sich am besten hinstellen sollen, offenbar damit sie dann im Fernsehen möglichst zahlreich und überzeugend aussehen. Erst als alle Demonstranten auf ihren Plätzen stehen, startet der Dreh.
Dieselbe kleine Truppe von Demonstranten posierte später auch für die Nachrichtenagentur AP und tauchte auch noch an anderen Orten auf, wie diese Twitter-Nachrichten zeigen.
London’s Borough neighborhood offers safety and a place to sleep for hundreds amid the chaos of terror attack. https://t.co/Bz6egjzA9a
— The Associated Press (@AP) June 4, 2017
Same group. Multiple locations. Any more screen shots? Spot the pink trousers. Were this group for hire? #FakeNews pic.twitter.com/8O57YOeQAK
— Katie Hopkins (@KTHopkins) June 4, 2017
Hintergrund für die offenbar gestellte Demonstration ist, dass der Islamische Staat (IS, ISIS) den erneuten Terroranschlag in London mit sieben Toten und dutzenden Verletzten für sich beansprucht hat.
Tatsächlich lehnen die allermeisten Muslime in Großbritannien Terroranschläge zur Verbreitung des Islam ab. In einer Umfrage aus dem letzten Jahr gaben nur vier Prozent der britischen Muslime an, dass sie mit Selbstmord-Attentätern sympathisieren würden.
I’m going to bed. To confirm, I am in no way accident prone, in good health, mentally stable, not suicidal & live in a low crime area. 😂
— Mark (@markantro) 5. Juni 2017
Das Video von dem CNN-Dreh machte der alternative Journalist Mark Antro aus London. Für den Fall, dass ihm etwas zustoßen sollte, teilte er später bei Twitter mit, dass er bei bester Gesundheit ist und in einer sicheren Gegend der Stadt lebt. Offenbar ist er in Sorge, dass es ihm ergehen könnte wie dem Whistleblower Seth Rich, der im letzten Jahr auf offener Straße erschossen wurde.


