Reportage
Deutsche-Bank-Ökonom fordert Ende des Mindestlohns

Der Chefökonom der Deutschen Bank David Folkerts-Landau fordert ein Ende des Mindestlohns, damit Zuwanderer in Deutschland für die gleiche Arbeit weniger verdienen dürfen als Einheimische. „Es wäre in Ordnung, wenn Flüchtlinge weniger verdienen, denn im Gegenzug bietet Deutschland ihnen ein Leben in Sicherheit und mit einer hochentwickelten Infrastruktur.“
Ende des Mindestlohns
Nach Ansicht von David Folkerts-Landau ist wegen der Flüchtlingskrise ein Ende des Mindestlohns in Deutschland notwendig. „Das Kernproblem bei der Integration der Flüchtlinge ist: Sie müssen Arbeit finden und der Mindestlohn hindert viele daran“, zitiert ihn die Frankfurter Allgemeine.
Das Ende des Mindestlohns und die vielen zusätzlichen Arbeitskräften könnten Deutschland wieder zu einem Wirtschaftsstandort mit niedrigen Kosten machen. „Deutsche Firmen beschäftigten rund 7 Millionen Arbeitnehmer im Ausland. Einige dieser Arbeitsplätze könnten durchaus wieder in Deutschland geschaffen werden.“
Die Flüchtlingswelle sei eine große Chance für Deutschland, so der Deutsche-Bank-Chefökonom. Die Zuwanderung könnte Deutschland eine neue Blüte bescheren, vergleichbar mit der Gründerzeit des vorletzten Jahrhunderts. Für die alternde deutsche Gesellschaft könne die Zuwanderung „ein volkswirtschaftlicher Segen“ sein.
„Man muss akzeptieren, dass sich der Arbeitsmarkt, die kulturelle Szene, das Angesicht unserer Städte, unserer Schulen, unserer Universitäten verändern wird“, sagte David Folkerts Landau vor Journalisten in London. Der Ökonom erinnert an das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts.
„Auch damals wurde Deutschland durch die Einwanderung zu einem der führenden Länder in der Kultur und im Bildungswesen. Die Immigration war der Schlüssel und sie ist es auch heute wieder.“
Zuwanderer sind keine Fachkräfte
Andere Wirtschaftsfachleute sehen das anders. Laut einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind die meisten Zuwanderer höchstens zu Hilfsjobs in der Lage.
Bis zu 80 Prozent der Asylbewerber haben auf dem deutschen Arbeitsmarkt keine Chance, sagte kürzlich auch Thilo Sarrazin. Denn den Zuwanderern fehlen die einfachsten Qualifikationen sowie die nötige Intelligenz, um in Deutschland erfolgreich zu sein.
„Wir müssen davon ausgehen, dass uns die Flüchtlinge bis zu ihrem natürlichen Ableben in – sagen wir – 60 Jahren finanziell erheblich belasten werden“, sagt Thilo Sarrazin. Daher rechnet der frühere Bundesbanker mit extremen Folgekosten für die deutschen Steuerzahler.
Auch der Freiburger Wirtschaftsprofessor Bernd Raffelhüschen warnt, dass die Finanzierungsprobleme der deutschen Rentenversicherungen durch die Zuwanderungswelle weiter wachsen.


