Reportage
Thilo Sarrazin: Die Bevölkerung ändert sich dramatisch

Wegen Massenzuwanderung und Familiennachzug ändert sich die Zusammensetzung der Bevölkerung Deutschlands dramatisch. Deutsche werden langsam aber sicher eine Minderheit im eigenen Land, wenn man die Zuwanderung nicht stoppt. Daher fordert Thilo Sarrazin die sofortige Schließung der deutschen Grenzen.
Thilo Sarrazin: Misstrauensvotum gegen Merkel
Der frühere Bundesbanker und Buchautor sieht keine Anzeichen dafür, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Haltung in der Flüchtlingspolitik ändern könnte. „Dabei gerät die Lage allmählich außer Kontrolle.“ Nach Ansicht von Thilo Sarrazin kann nur ein konstruktives Misstrauensvotum im Bundestag die Bundeskanzlerin noch stoppen.
„Deutschland überfordert sich selbst mit dieser Flüchtlingspolitik“, sagt der frühere SPD-Politiker der Passauer Neuen Presse. Auch bei jenen, die noch Mitglieder der SPD sind, wächst die Ablehnung der Politik von Angela Merkel. Robert Schaddach, SPD-Mann im Berliner Abgeordnetenhaus, sprach gerade von „unfähigen Politikern mit einem naiven Weltbild“.
Die Bevölkerung Deutschlands ändert sich dramatisch
„Die Zusammensetzung der Bevölkerung ändert sich dramatisch“, sagt Thilo Sarrazin. Denn allein unter den 1,1 Millionen Flüchtlingen des vergangenen Jahres seien 800.000 junge Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren. Diesen 800.000 jungen fremden Männern stünden nur 5 Millionen deutsche Männer dieser Altersgruppe gegenüber.
Das sind die Zahlen eines einzigen Jahres. Thilo Sarrazin erwartet einen deutlichen Familiennachzug und für 2016 abermals 1 Million Menschen, die als Flüchtlinge Deutschland erreichen. Die Deutschen könnten in absehbarere Zeit zu einer Minderheit in Deutschland werden.
Zuwanderer sind unqualifiziert
Bis zu 80 Prozent der Asylbewerber haben auf dem deutschen Arbeitsmarkt keine Chance, sagt Thilo Sarrazin. Denn ihnen fehlen die einfachsten Qualifikationen. Laut einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind die meisten der Zuwanderer höchstens zu Hilfsjobs in der Lage.
„Wir müssen davon ausgehen, dass uns die Flüchtlinge bis zu ihrem natürlichen Ableben in – sagen wir – 60 Jahren finanziell erheblich belasten werden“, sagt Thilo Sarrazin. Daher rechnet der frühere Bundesbanker mit extremen Folgekosten für die deutschen Steuerzahler.
„Unter extrem zurückhaltenden Annahmen habe ich ausgerechnet, dass sich die finanzielle Belastung durch die Flüchtlingszuwanderung, insbesondere durch die Sozialausgaben, in den nächsten Jahrzehnten auf insgesamt 1,5 Billionen Euro belaufen wird.“
„Das sprengt alle Vorstellungskraft und ist allenfalls mit den Belastungen der Deutschen Einheit vergleichbar.“


