Berlin Journal

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Reportage

Bewaffnete Schlägereien in Kreuzberg und Gesundbrunnen

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Vier Deutsch-Libanesen mussten am Samstagabend, 24. September 2016, in der Graefestraße in Berlin-Kreuzberg mit Schnittverletzungen und Prellungen in ein Krankenhaus gebracht werden, weil ein Kinderstreit in einem Clan eine Massenschlägerei auslöste (Foto: youtube/@facebook.com/hubber.me)
Vier Deutsch-Libanesen mussten am Samstagabend, 24. September 2016, in der Graefestraße in Berlin-Kreuzberg mit Schnittverletzungen und Prellungen in ein Krankenhaus gebracht werden, weil ein Kinderstreit in einem Clan eine Massenschlägerei auslöste (Foto: youtube/@facebook.com/hubber.me)
Vier Deutsch-Libanesen mussten am Samstagabend, 24. September 2016, in der Graefestraße in Berlin-Kreuzberg mit Schnittverletzungen und Prellungen in ein Krankenhaus gebracht werden, weil ein Kinderstreit in einem Clan eine Massenschlägerei auslöste (Foto: youtube/@facebook.com/hubber.me)
Vier Deutsch-Libanesen mussten am Samstagabend, 24. September 2016, in der Graefestraße in Berlin-Kreuzberg mit Schnittverletzungen und Prellungen in ein Krankenhaus gebracht werden, weil ein Kinderstreit in einem Clan eine Massenschlägerei auslöste (Foto: youtube/@facebook.com/hubber.me)

Am Samstagabend kam es gleich zu zwei bewaffneten Massenschlägereien, die die Polizei nur mit Einsatzhundertschaften und unter Einsatz von Schlagstöcken, Reizgas und Hunden auflösen konnte. Im Kreuzberger Gräfekiez schlugen sich auf der Straße Mitglieder einer deutsch-libanesischen Großfamilie untereinander. In Gesundbrunnen machten Rocker bei der Eröffnung einer Bar mächtigen Ärger.

Kreuzberg, Graefestraße, 19 Uhr. Zwei Jungs machten sich über einen 14jährigen Verwandten lustig. Sofort mischten sich Jungerwachsene ein. Plötzlich waren 25 Mitglieder des Araberclans vor der Hausür und trug die Fehde mit Messern, Gürteln und Schlagwaffen aus. Vier Familienmitglieder erlitten Stichverletzungen.

In der Polizeimeldung heißt es dazu: „Nach einer zum Teil mit Messern und Schlagwaffen geführten Schlägerei in Kreuzberg haben Polizisten gestern Abend zwei Tatverdächtige festgenommen. Etwa 20 bis 25 Personen einer Familie gerieten gegen 19 Uhr vor einem Wohnhaus in der Graefestraße in Streit. Hierbei sollen die Beteiligten mit Messern, Gürteln und Schlagwaffen aufeinander losgegangen sein. Beamte des Polizeiabschnitts 52 und der 24. Einsatzhundertschaft mussten teilweise das Reizgas sowie den Mehrzweckstock gegen die Beteiligten einsetzen, um zu verhindern, dass die Personen weiterhin auf sich einschlagen. Insgesamt vier Beteiligte mussten unter anderem wegen Schnittverletzungen und Prellungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Darüber hinaus erlitt ein Teil der Beteiligten Augenreizungen, die von der Berliner Feuerwehr vor Ort ambulant behandelt wurden.

Die Beamten nahmen zwei Tatverdächtige im Alter von 26 und 31 Jahren fest, die nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Inwiefern ein zuvor von zwei Jungen beleidigter Jugendlicher im Alter von 14 Jahren der Grund für die Auseinandersetzung war, prüft derzeit ein Fachkommissariat der Kriminalpolizei. Die Einsatzbeamten haben Strafverfahren unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. An dem Einsatz waren rund 50 Polizisten beteiligt.“

Auseinandersetzung bei Eröffnungsparty

Wenige Stunden später musste die Polizei zu einer bewaffneten Massenprügelei in die Bellermannstraße nach Gesundbrunnen ausrücken.

Im Polizeibericht heißt es dazu: „Mehrere Personen alarmierten die Polizei in der vergangenen Nacht zu einem Lokal in Gesundbrunnen. Nach Angaben der Anrufer sollen anlässlich der Eröffnungsfeier der Bar in der Bellermannstraße gegen 23.30 Uhr etwa 30 Gäste, zum Teil mit Messern und Schlagwerkzeugen bewaffnet, aufeinander los gegangen sein, darunter auch mehrere Männer, die einer Rockergruppierung angehören sollen. Die eintreffenden Beamten trafen auf mehrere kleinere Gruppen, die sich lautstark stritten und drohende Haltungen einnahmen.

In der weiteren Folge des Einsatzes wurden elf Personen überprüft und diverse Hieb- und Stichwaffen sichergestellt. Keiner der Beteiligten klagte über Verletzungen und niemand wollte eine Anzeige erstatten. Das Lokal wurde gegen 1 Uhr durch die Polizei geschlossen. Die Einsatzbeamten haben Strafermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.“

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