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Wegen Migranten: Krankenkassen schreiben rote Zahlen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Migranten Krankenkassen schreiben rote Zahlen
Wegen der Kosten der Migranten schreiben die Krankenkassen rote Zahlen. (Screenshot: Charité Berlin)
Migranten Krankenkassen schreiben rote Zahlen
Wegen der Kosten der Migranten schreiben die Krankenkassen rote Zahlen. (Screenshot: Charité Berlin)

Wegen der kostenlosen Behandlung von Zuwanderern entstehen bei den Krankenkassen Defizite in Milliardenhöhe. Nun muss entweder der Bund mehr Steuergeld an die Kassen überweisen oder die Versicherten müssen die Finanzlücke über höhere Zusatzbeiträge schließen.

Schon in diesem Jahr entsteht bei den Krankenkassen eine Lücke von mehreren Hundert Millionen Euro, berichtet die Frankfurter Rundschau. Denn der Bund überweist für die Behandlung der Flüchtlinge und anderer Hartz-IV-Empfänger viel zu geringe Krankenkassenbeiträge.

Im kommenden Jahr wird die Finanzlücke schon auf über 1 Milliarde Euro anwachsen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) weigert sich bisher, mehr Geld an die Krankenkassen zu überweisen. Daher werden voraussichtlich die gesetzlich Versicherten höhere Zusatzbeiträge zahlen müssen.

Flüchtlinge werden nach einer Wartezeit von 15 Monaten normalen Arbeitnehmern in Bezug auf die Sozialsysteme gleichgestellt. Da Flüchtlinge meist keinen Job haben, steht ihnen Hartz IV zu. Außerdem erhalten sie die vollen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, ihre Beiträge zahlt der Bund.

Krankenkassen kommen mit dem Geld nicht aus

Derzeit zahlt der Bund für jeden Flüchtling rund 90 Euro im Monat an die Krankenkassen. Doch laut ersten Erfahrungswerten aus Hamburg liegen die tatsächlich von Migranten verursachten Gesundheitskosten in Höhe von 180 bis 200 Euro im Monat.

Auch in Nordrhein-Westfalen hält man diesen Wert für realistisch. Viele Flüchtlinge seien traumatisiert und benötigten eine umfangreiche medizinische Behandlung. Die Lücke zwischen dem Bundeszuschuss und den tatsächlichen Krankenkosten beträgt unterm Strich etwa 1.200 Euro im Jahr pro Migrant.

Spätestens zum Jahresbeginn 2017 hat die eine Million Zuwanderer des letzten Jahres die Wartezeit von 15 Monaten überschritten. Dann entstehen den Krankenkosten jährliche Verluste in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Und auch bei den normalen Hartz-IV-Empfängern kommen die Kassen mit den vom Bund überwiesenen 90 Euro nicht aus.

Nun könnte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Steuerzuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen. Dieses Jahr überweist er 14 Milliarden Euro, für 2017 sind bisher 14,5 Milliarden Euro geplant.

Andernfalls müssen die Versicherten zahlen, deren Zusatzbeiträge wegen der Kostensteigerung im Gesundheitssystem ohnehin jedes Jahr steigen.

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Thomas Breithaupt

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