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Reportage

Wachmann eines Atomkraftwerks ermordet

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Wachmann eines Atomkraftwerks ermordet
Der Mord an dem Wachmann ereignete sich bereits Donnerstagnacht, wurde aber jetzt bekannt. (Foto: flickr/Alpha du centaure)

Der Wachmann eines belgischen Atomkraftwerks ist am Donnerstagabend ermordet worden. Dabei wurde sein Sicherheitsausweis gestohlen, der den Zugang zu allen sicherheitsrelevanten Teilen des Atomkraftwerks ermöglichte.

Wachmann eines Atomkraftwerks ermordet
Der Mord an dem Wachmann ereignete sich bereits Donnerstagnacht, wurde aber jetzt bekannt. (Foto: flickr/Alpha du centaure)

Im Bezirk Charleroi in Belgien ist am Donnerstagabend der Wachmann eines Atomkraftwerks ermordet worden. Bei dem Mord soll der Sicherheitsausweis des Wachmanns Tat gestohlen worden sein. Die belgischen Ermittler fahnden nun nach den unbekannten Tätern.

Der Mord an dem Wachmann ereignete sich bereits Donnerstagnacht, berichtet die belgische Zeitung La Dernière Heure. Der Wachmann war mit seinem Hund unterwegs, als ihn unbekannte Täter erschossen.

Wachmann hatte Sicherheitsausweis

Die Mörder konnten den Sicherheitsausweis des Wachmanne entwenden. Dieser Ausweis ermöglichte nach Angaben der Ermittler den Zugang zu allen sicherheitsrelevanten Teilen des Atomkraftwerks. Er ist nach Bekanntwerden des Mordes allerdings umgehend deaktiviert worden.

Nach den Terroranschlägen von Brüssel am Dienstag war bereits bekannt geworden, dass die verantwortliche Gruppe muslimischer Terroristen den Leiter des belgischen Nuklear-Programms per Überwachungskamera ausspioniert hatte.

Direkt nach den Terroranschlägen von Brüssel wurde die Besetzung in den Atomkraftwerken in Doel und Tihange auf ein Minimum reduziert. Mitarbeitern wurde der Zugang zu den Gebäuden entzogen. In den beiden belgischen Atomkraftwerken arbeiten normalerweise jeweils rund 1.000 Menschen.

„Ganz offenbar sind sich die Behörden nicht mehr sicher, ob sich in den Reihen der Mitarbeiter der beiden Atomkraftwerke nicht schon längst terroristische Schläfer befinden, die nur darauf warten zuzuschlagen“, sagte Gerd Rosenkranz vom Berliner Expertengremien „Agora Energiewende“.

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Autor

Thomas Breithaupt

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