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CDU-Mann kritisiert Rauswurf von Kopftuch-Frau

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Sven Petke Elisabeth Herzog-von der Heide Luckenwalde Kopftuch
In Palästina sind die Kopftücher ganz normal. Doch für Praktikantinnen im Rathaus von Luckenwalde sind sie nicht zulässig. (Foto: Photo RNW.org / CC BY-ND 2.0)

Die Bürgermeisterin von Luckenwalde Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) hat einer Praktikantin mit Kopftuch gekündigt. Der Landtagsabgeordnete Sven Petke (CDU) sieht dafür keine rechtliche Grundlage.

Sven Petke Elisabeth Herzog-von der Heide Luckenwalde Kopftuch
In Palästina sind die Kopftücher ganz normal. Doch für Praktikantinnen im Rathaus von Luckenwalde sind sie nicht zulässig. (Foto: Photo RNW.org / CC BY-ND 2.0)

Die Bürgermeisterin von Luckenwalde (Teltow-Fläming), Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), hat einer palästinensischen Praktikantin gekündigt. Denn diese weigerte sich, ihr Kopftuch in Gegenwart von Männern abzunehmen.

„Es gibt für diese Entscheidung der Bürgermeisterin keine rechtliche Grundlage“, zitiert die Berliner Morgenpost den Landtagsabgeordneten Sven Petke (CDU), der in Luckenwalde wohnt. Laut Bundesverfassungsgericht seien persönliche Glaubensbekenntnisse etwa mit einer bestimmten Kleidung nicht zu beanstanden.

Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) kündigt der Kopftuch-Frau

Die 48-jährige Palästinenserin hatte im Rahmen des Projekts „Perspektiven für Flüchtlinge“ ein sechswöchiges Praktikum im Rathaus von Luckenwalde begonnen. Doch bereits nach einem Tag kündigte ihr Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, weil die Palästinenserin ihr Kopftuch nicht ablegen wollte.

„In unserer Verwaltung wird die gebotene Neutralität konkret dadurch gelebt, dass es in unseren Diensträumen keine Kruzifixe an den Wänden gibt“, heißt es in der Stellungnahme. Weil die Praktikantin ihr Kopftuch in der Gegenwart von Männern nicht ablegen wollte, habe man ihr kein geeignetes Arbeitsfeld anbieten können.

Es wäre besser gewesen, dies schon im Vorfeld des Praktikums zu klären, räumte die Bürgermeisterin ein. Dies werde künftig auch so gehandhabt.

Sven Petke (CDU) vermutet Populismus bei der SPD

„Kommendes Jahr ist in Luckenwalde Bürgermeisterwahl und in den sozialen Netzwerken kommt viel Zuspruch für den Rauswurf“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete. Er vermutet hinter dem Rauswurf politische Motive der SPD-Bürgermeisterin.

Elisabeth Herzog-von der Heide verteidigt ihre Entscheidung. „In unserer Verwaltung herrscht der Grundsatz der strikten Neutralität. Das gilt für das innere und äußere Auftreten, auch hinsichtlich der Kleidung“, sagte sie der MAZ.

Ein islamisches Kopftuch sei Ausdruck einer Weltanschauung und habe bei der Arbeit im Rathaus nichts zu suchen, so die Bürgermeisterin. Auch Kreuze in Amtsstuben seien verboten. Daher gebe es im Rathaus Luckenwalde die „innerbetriebliche Regelung“, dass solche Kopftücher in dieser Position nicht erlaubt sind.

Die AfD unterstützt die Bürgermeisterin. „Wenn das Kreuz in den Räumen des Rathauses nicht zulässig ist, dann darf es auch keine Extrawürste für Muslime geben“, sagte der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Jung. Die Bürgermeisterin verdiene für ihre unbequeme Entscheidung Respekt und keine Schelte.

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Thomas Breithaupt

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