Berlin Journal

Magazin · Politik

Reportage

Linke werfen Steine und Flaschen auf Thügida in Jena

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

Teilen: X · E-Mail

Thügida Jena
Die Polizei erlaubte nur eine kleine Zahl von Fackeln. (Foto: Facebook/Thügida)

Am Mittwoch protestierten rund 200 Thügida-Anhänger in Jena gegen „linken Terror“. Sie wurden dabei von Linksterroristen mit Steinen und Flaschen beworfen.

Thügida Jena
Die Polizei erlaubte nur eine kleine Zahl von Fackeln. (Foto: Facebook/Thügida)

Nach Angaben der Polizei nahmen am Mittwochabend in Jena etwa 200 Menschen an der Thügida- Kundgebung teil. Das Motto lautete „Dem linken Terror keine Stadt mehr“. Bei mehreren Kundgebungen zählten die Beamten etwa 3.000 Gegendemonstranten.

Steine und Flaschen gegen Thügida

Nach Einschätzung des Thüringer Verfassungsschutzes wird Thügida von Rechtsextremen dominiert. Doch die Gewalt ging von einigen Teilnehmern der Gegendemonstration aus. Sie warfen Flaschen und Steine auf Teilnehmer von Thügida.

„Leute, lasst das sein mit den Flaschen! Keine Steine, bitte! Das brauchen wir nicht. Ihr gefährdet uns“, rief der oberste Gegendemonstrant mit dem Mikrophon die eigenen Leute zur Ordnung. Eine Distanzierung von der Gewalt der Linksterroristen war das sicherlich nicht.

Insgesamt 15 Polizisten seien bei Ausschreitungen zwischen Thügida-Anhängern und Gegendemonstranten verletzt worden, zitiert SPON eine Polizeisprecherin. Die Polizei war mit mehreren hundert Polizisten aus drei Bundesländern im Einsatz.

Linke zerstören Autos

Die Gegendemonstranten beschädigten zudem Fahrzeuge, darunter auch drei Einsatzwagen der Polizei. Die Polizei-Sprecherin sprach von einer neuen Qualität der Gewalt. Die Gegendemonstranten hätten mehrfach, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen.

Mehrere Demonstranten wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen. Die Beamten nahmen 35 Strafanzeigen auf, die Demonstranten aus beiden Lagern betreffen.

Eine Bahnstrecke in Jena musste wegen eines Kabelbrandes gesperrt werden, sodass Teilnehmer der Thügida-Demonstration den Veranstaltungsort nur verspätet erreichten. Die Deutsche Bahn spricht „Vandalismus“. Die Bahnstrecke bleibt voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt.

Die Stadt Jena wollte den Aufmarsch mit Fackeln am 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, verhindern und hatte den Veranstaltern angeboten, die Kundgebung einen Tag später abzuhalten. Die Verwaltung war damit vor dem Verwaltungsgericht Gera gescheitert.

Comments

comments

Politik · Adolf Hitler · Jena · Linksterroristen · Terrorismus · Thügida

Weiterlesen

Alle Beiträge →

Die Depesche

Freitags die ganze Stadt in einem Brief

Kein Newsletter im üblichen Sinn — eine kuratierte Depesche der Redaktion. Was zählt, was kommt, was bleibt.

Jederzeit abbestellbar. Kein Spam.