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Reportage

Erzbischof fordert leichteren Familiennachzug

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Erzbischof Stefan Heße fordert einen leichteren Familiennachzug für Flüchtlinge. (Screenshot: YouTube)
Erzbischof Stefan Heße fordert einen leichteren Familiennachzug für Flüchtlinge. (Screenshot: YouTube)

Erzbischof Stefan Heße kritisiert die „sehr restriktive Haltung“ Deutschlands gegenüber dem Familiennachzug. Die Flüchtlinge hierzulande lebten in ständiger Sorge um ihre Angehörigen im Bürgerkrieg.

Erzbischof Stefan Heße fordert einen leichteren Familiennachzug für Flüchtlinge. (Screenshot: YouTube)
Erzbischof Stefan Heße fordert einen leichteren Familiennachzug für Flüchtlinge. (Screenshot: YouTube)

Der Hamburger Erzbischof und Chef der katholischen Migrationskommission Stefan Heße hat sich dafür ausgesprochen, Flüchtlingen den Familiennachzug zu erleichtern. Die seiner Ansicht nach sehr restriktive Haltung Deutschlands müsse ein Ende haben.

„Menschen leben sich nun einmal viel besser in einer neuen Umgebung ein, wenn sie die nahen Familienangehörigen bei sich haben und nicht ständig um deren Wohlergehen in fernen Bürgerkriegsgebieten bangen müssen“, zitiert ihn die WELT.

Nach Ansicht von Erzbischof Stefan Heße dient der Familiennachzug der Integration. Deswegen sei „manches gewonnen, wenn Deutschland von seiner sehr restriktiven Haltung gegenüber dem Familiennachzug abrückte“.

Stefan Heße ist Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen. Die DBK hält bis Donnerstag ihre Herbstvollversammlung in Fulda in Osthessen ab.

Erzbischof Stefan Heße gegen die AfD

Mit seiner Forderung nach Erleichterungen beim Familiennachzug steht er im Konflikt mit der AfD, die bei der Bundestagswahl am Sonntag mit 12,6 Prozent der Stimmen die drittstärkste Partei im Parlament geworden ist.

In ihrem Wahlprogramm fordert die AfD unter anderem eine sofortige Grenzschließung, um die illegale Migration aufzuhalten. Zudem fordert sie eine Verschärfung des Asylrechts und eine jährliche Mindestabschiebequote für illegale Ausländer.

Grund für die harte Haltung der AfD gegenüber den Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika sind untern anderem die hohen Belastungen für den deutschen Steuerzahler, welche durch die Massenmigration verursacht worden sind.

Erzbischof Heße hingegen glaubt, dass die Migranten ihr Leben hierzulande selbst in die Hand nehmen wollen und können. „Kaum jemand will nur passiver Empfänger irgendwelcher Sozialleistungen sein. Fast alle wollen etwas leisten und sich selbst beweisen.“

Nach Ansicht von Stefan Heße wird „Deutschland ein Zielland weltweiter Migrationsbewegungen“ bleiben. Er verweist auf die große Zahl ehrenamtlicher Helfer und sagt: „Die Willkommens- und Integrationskultur ist also nach wie vor stark und vital.“

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